Fernsehen vor «zweiter digitaler Revolution»

publiziert: Mittwoch, 24. Mai 2006 / 18:15 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 24. Mai 2006 / 20:52 Uhr

Bern - Das Schweizer Fernsehen bereitet sich auf die «zweite digitale Revolution» vor, wie Direktorin Ingrid Deltenre vor den Medien erklärte.

Analoge Signale über die Antenne haben ausgesorgt.
Analoge Signale über die Antenne haben ausgesorgt.
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Das bedeutet: Bessere Bild- und Tonqualität, TV auf Handys oder Programmabruf aus dem Archiv.

Wer die Fernsehprogramme terrestrisch - also nicht über Satellit oder Kabel - empfängt, braucht allerdings ab Herbst 2007 ein neues Empfangsgerät oder ein etwa 100 bis 150 Franken teures Zusatzgerät.

Betroffen sind rund 150 000 Haushalte. Insgesamt sind es noch etwa 27 Prozent aller TV-Geräte, die die analogen Signale über die Antenne empfangen.

Besserer Empfang

Das moderne digitale terrestrische Übertragungsverfahren löst schrittweise das 50 Jahre alte analoge ab. Laut Deltenre wird dank DVB-T die Empfangsqualität besser und der Empfang auch auf portablen Geräten wie Laptops möglich.

Auch die Qualität des TV-Signals über Satellit wird besser. Seit Montag ist gemäss Deltenre SF zwei in DVD-Qualität empfangbar. Dieser Schritt sei im Hinblick auf die Fussball-WM erfolgt. Ab 2007 soll auch SF 1 in der besseren Qualtität ausgestrahlt werden.

HDTV bis 2010

Der «qualitative Quantensprung», den das HDTV bringen wird, folgt etwa 2010. Ab 2008 plant SF sporadische Testausstrahlungen in HDTV auf einem speziellen Satelliten-Kanal. So sollen beispielsweise die Spiele der Fussball-EM 2008 oder die olympischen Spiele im neuen Standard gesendet werden, der ein schärferes Bild, mehr Detailreichtum und Plastizität sowie natürlichere und brillantere Farben bringen soll.

Eine Vorstufe zum HDTV ist das Breitbild. Der Übergang vom herkömmlichen 4:3-Bildformat zum 16:9-Breitbild findet bereits schrittweise statt. Vor allem Sportübertragungen und Spielfilme werden im Kino-Format ausgestrahlt. Informationssendungen folgen in den nächsten Monaten.

Heute steht gemäss Deltenre schon in gegen 50 Prozent der Haushalte ein 16:9-Empfänger. Bei den älteren Geräten entstehen bei der Breitbild-Übertragung schwarze Balken.

(bert/sda)

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