Facebook verschärft Wettstreit mit studiVZ

publiziert: Dienstag, 7. Okt 2008 / 17:37 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 7. Okt 2008 / 18:22 Uhr

Neue Initiative soll Position in Deutschland stärken Berlin - Das Social Network Facebook will seine Position in Deutschland stärken. Um das Wachstum weiter anzukurbeln und noch mehr deutsche Nutzer anzulocken, startet die Plattform eine neue Initiative unter dem Titel «Facebook For Good: Erzähl Deine Geschichte».

Eine neue Initiative soll die Position von Facebook in Deutschland stärken. (Symbolbild)
Eine neue Initiative soll die Position von Facebook in Deutschland stärken. (Symbolbild)
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Das Projekt soll Facebooks Engagement unterstreichen, Menschen weltweit dazu zu befähigen, das Leben anderer positiv zu beeinflussen, heisst es in einer Pressemitteilung. Vorgestellt wurde die Initiative am Dienstag in Berlin von Mark Zuckerberg, CEO und Gründer der Plattform.

«Vor nur sieben Monaten haben wir Facebook in deutscher Sprache eingeführt. Jetzt nutzen mehr als 1,2 Mio. Menschen die Seite in Deutschland, um sich mit ihren Freunden zu vernetzen», so Zuckerberg. Mit dem neuen Programm wolle Facebook sowohl seine Nutzer als auch seine Entwickler ehren.

Wettbewerb für ganz Europa

Die Teilnehmer von «Facebook For Good» sind dazu aufgefordert, in einem kurzen Aufsatz mit bis zu drei Fotos zu zeigen, wie die Plattform ihr Leben sowie das ihrer Familie und Freunde verändert hat. Alternativ dazu können die Nutzer darüber berichten, wie sie mit Facebook einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung einer sozialen Situation geleistet haben.

Der Wettbewerb stellt 1000 Euro Preisgeld oder eine 3000-Euro-Spende für ein Projekt nach freier Wahl in Aussicht. Angelegt ist er für ganz Europa, hat seinen Startpunkt aber in Deutschland.

Der deutsche Markt ist für das soziale Netzwerk zu einem der wichtigsten in Europa herangewachsen. Allerdings ist hier der Wettbewerb auch besonders stark. Vor allem die Portale studiVZ und schülerVZ, die sich hierzulande grosser Beliebtheit erfreuen, erhöhen den Druck auf Facebook.

Per Handy auf Facebook zugreifen

Das Verhältnis zwischen den Konkurrenten ist angespannt. Im Juli war es zu einer öffentlichen Auseinandersetzung zwischen studiVZ und Facebook gekommen, nachdem das US-Netzwerk die deutsche Plattform als Plagiat bezeichnet und vor Gericht zitiert hatte. studiVZ wehrte sich gegen die Vorwürfe und reichte Gegenklage ein.

Zuckerberg weist nun konkret auf die Bedeutung des deutschen Marktes für das Unternehmen hin. Mit der steigenden Zahl von Nutzern und Entwicklern würden auch die Möglichkeiten wachsen, die Facebook seinen Mitgliedern bietet, um sich mit anderen zu vernetzen.

Inzwischen bietet das Social Network über diverse Kooperationen mit Mobilfunkanbietern auch die Möglichkeit, via Handy auf die Seite zuzugreifen. Die engagierten Entwickler der zahlreichen Facebook-Applikationen konnten sich zuletzt ebenfalls in einem Wettbewerb beweisen.

Im Zuge seines Deutschlandbesuchs will Zuckerberg den Gewinner des deutschen Facebook-Application-Wettstreits bekannt geben.

(tri/pte)

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