Rote Zahlen: Stellenabbau und Frühpensionierungen

Elektroriese Sharp ringt mit lahmer TV-Nachfrage

publiziert: Dienstag, 24. Jul 2012 / 13:09 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Jul 2012 / 15:16 Uhr
Als einer der Hauptgründe für die roten Zahlen von Sharp, zählt die rückläufige Nachfrage nach LCD-Bildschirmen. (Symbolbild)
Als einer der Hauptgründe für die roten Zahlen von Sharp, zählt die rückläufige Nachfrage nach LCD-Bildschirmen. (Symbolbild)

Osaka/Wien - Der japanische Elektronikgigant Sharp kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus und hat auch im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres rote Zahlen geschrieben. Dieses beginnt am 1. April.

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In den vergangenen drei Monaten zwischen April und Juni hat das Management ein Minus von einer Mrd. Euro erwirtschaftet. Dies geht aus einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei hervor. Sharp selbst wird sein Quartalsergebnis am 2. August bekannt geben.

«Neu erfinden»

Somit setzt sich die Negativentwicklung fort. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 hatte Sharp bereits ein Minus von rund 3,6 Mrd. Euro verzeichnet. «Der japanischen Elektronikindustrie bläst gegenwärtig starker Gegenwind ins Gesicht. Einige der grossen Konzerne müssen sich künftig komplett neu erfinden, sonst könnte es äusserst kritisch werden,» sagt Christian Hinterwallner, Aktienmarktanalyst der Raiffeisenbank International, im Interview mit pressetext.

Als einer der Hauptgründe für die roten Zahlen von Sharp und der gesamten Industrie zählt das rückläufige Nachfrage nach LCD-Bildschirmen und Solarmodulen. Das Geschäft mit Flachbildfernsehern ist längst kein Wachstumsmarkt mehr, worunter die gesamte japanische Elektronikbranche stöhnt. Hinterwallner gibt zu Bedenken, dass sich die Aktien von Sharp und Sony auf ihrem tiefsten Stand seit 1975 bzw. 1980 befinden.

Verkauf von Bürogebäude

«Sharp verliert zusehend an Terrain. Neben den vergangenen Naturkatastrophen, dem starken Yen und der Konkurrenz aus Südkorea und Taiwan kommt erschwerend hinzu, dass man zu wenig schlank aufgestellt ist.» Zudem fehle die notwendige Innovationskraft. Japans Elektronikunternehmen schaffen es gegenwärtig nicht, neue Produktionszyklen zu generieren oder Produkte auf den Markt zu bringen, die Moden definieren, wie beispielsweise Apple, so der Analyst.

Angesichts der anhaltenden schlechten Geschäftszahlen denkt das Unternehmen erstmals über Personalmassnahmen nach. Eine weitreichende Stellenstreichung sowie Frühpensionierungen von Tausenden Angestellten werden aktuell in der Konzernleitung diskutiert. Neben einem Abbau von Arbeitsplätzen steht auch der Verkauf eines Bürogebäudes in Tokio im Raum.

Die Sharp-Aktie notiert bei Redaktionsschluss dieser Meldung (11:40 Uhr) in Tokio mit einem Minus von 5,16 Prozent bei 294 Yen. In Frankfurt hält sie mit einem Plus von 1,21 Prozent bei 3,09 Euro.

(knob/pte)

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