Elektro-Einrad: Fahrzeug der Zukunft?
publiziert: Samstag, 26. Sep 2009 / 13:00 Uhr

Tokio - Der japanische Automobilkonzern Honda hat das selbstbalancierende Elektro-Einrad U3-X vorgestellt, das den Individualverkehr auf Kurzstrecken eines Tages revolutionieren könnte.

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Im Oktober soll das Gefährt auf der Tokio Motor Show erstmals einem breiten Publikum präsentiert werden. Noch handelt es sich bei dem Vehikel allerdings nur um ein Konzept.

Honda-Chef Takanobu Ito nennt es «einen Vorschlag» und auch der Chefentwickler Yasuhisa Arai hat noch nicht alle Bereiche, in denen das Elektrofahrzeug in Zukunft eingesetzt werden könnte, ausgelotet.

«Wir haben diese technologische Errungenschaft erstmals vorgestellt. Wir hoffen nun auf zahlreiche Ideen, insbesondere vonseiten der jüngeren Generation, um zu erfahren, was damit alles möglich ist», sagt er.

Fahrzeug für die Fussgängerzone

In der aktuellen Version bringt das U3-X, bei dem das U für «universal» und «unicycle» (Einrad) steht, rund zehn Kilo auf die Waage. Es ist 65 Zentimeter hoch und der integrierte Lithium-Ionen-Akku ermöglicht eine Betriebsdauer von rund einer Stunde.

Die Höchstgeschwindigkeit des kuriosen Fahrzeugs beträgt ähnlich wie bei Toyotas bereits im letzten Jahr vorgestelltem Elektroroller Winglet sechs Kilometer pro Stunde, wodurch sich das Fahrzeug eher an Fussgänger richten dürfte und nicht als Auto-Ersatz einsetzbar ist.

«Gewöhnungsbedürftige» Bedienung

Das U3-X soll sich mithilfe zahlreicher motorgesteuerter Räder im Inneren des grossen Rades in alle denkbaren Richtungen bewegen können und so der menschlichen Gangart nahe kommen. Die Techniken, die im Elektro-Einrad den Balance- und Bewegungsfähigkeiten zugrunde liegen, entstammen Hondas Roboterprojekt Asimo.

«Gewöhnungsbedürftig» nennen Quellen, die das Fahrzeug bereits Probe fahren konnten, das Handling. Das U3-X bewegt sich - je nach dem, in welche Richtung sich der Fahrer lehnt - nicht nur vor- und rückwärts. Wie im YouTube-Video zum Fahrzeug zu erkennen ist, bewegt es sich auf Wunsch auch seitwärts oder diagonal.

Hilfe für «gebrechliche» Menschen

Die Einsatzmöglichkeiten des Elektro-Einrades wären vielfältig, sollte es in dieser Version auf den Markt kommen. «Wenn meine Beine nicht mehr so gut wären, hätte ich gern eines dieser Geräte im Haus. Damit kann man sich einfacher bewegen», sagt Ito.

Besonders in Japan, dem Land mit der weltweit am schnellsten alternden Bevölkerung, hätte ein solches Vehikel zur Unterstützung gebrechlicher Menschen durchaus seine Daseinsberechtigung, um kurze Strecken ohne grosse Anstrengungen zurücklegen zu können.

Eine fahrerlose Version des U3-X könnte auch in Restaurants als elektrischer Kellner eingesetzt werden, wie Honda im Rahmen der Präsentation des Vehikels erklärte.

(bert/pte)

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    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
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