Erfindung soll auch in Tauchanzüge verbaut werden

ESA entwickelt textile Ortungs-Antenne

publiziert: Donnerstag, 13. Okt 2011 / 10:54 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 13. Okt 2011 / 11:43 Uhr
Das funkende «Accessoir».
Das funkende «Accessoir».

Tampere - Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) hat eine Antenne für das Cospas-Sarsat-Ortungssystem entwickelt, die klein, leicht und waschbar ist.

Eingebettet in wasserdichtes Textilmaterial ist das Sende- und Empfangsgerät zudem extrem flexibel. Sie bietet neue Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Suche nach vermissten Schiffen und Insassen und soll künftig auch in Tauchwesten integriert werden.

Optimiert für See-Einsatz

Forscher der Technischen Universität Tampere und das finnische Unternehmen Patria haben in Gemeinschaftsarbeit mit der ESA das funkende «Accessoir» entworfen und umgesetzt. Die Antenne übermittelt, wenn aktiviert, ihre Koordinaten an Satelliten in der Umlaufbahn, die die Positionsdaten an ein Mission Control Center weiterleiten. Dort wird eine Rettungsanweisung mit erforderlichen Informationen befüllt und an lokale Koordinations-Zentralen weitergeleitet. Dies geschieht innerhalb weniger Minuten.

Die Antenne ist insofern eine besondere Entwicklung, da sie aufgrund ihrer Eigenschaften belast- und verformbar ist. Zudem ist sie mit der Grösse von etwas mehr als einem Handteller ausgesprochen klein. Antennen, die im niedrigen Bereich von Cospas-Sarsat funken, sind in der Regel deutlich grösser gestaltet. Ihre Wasserdichtigkeit macht sie zudem optimal für den Einsatz in einem marinen Umfeld.

Über 22'000 Gerettete

Verwendung finden soll die Erfindung künftig in Rettungswesten und Hightech-Seebekleidung. Im Rahmen des Safe@Sea-Projekte wird etwa an Fischerausrüstung gearbeitet, die sich automatisch aufbläst und den Motor stoppt, wenn ihr Träger ins Wasser fällt. Gearbeitet wird auch an einer Version der Antenne, die Bestandteil von Tauchanzügen werden soll.

Die Satelliten des Cospas-Sarsat-Systems kreisen seit 1982 um den Globus. Die Technik wird hauptsächlich in der Seefahrt eingesetzt und arbeitet mit einer Genauigkeit von ein bis drei Seemeilen. Bislang konnten auf diesen Weg bis 2006 über 22.000 Menschen gerettet werden. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der USA, Kanada, Frankreich und der ehemaligen Sowjetunion, dem mittlerweile zahlreiche weitere Länder beigetreten sind.

(bert/pte)

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