Anfälligste Stelle

Display defekt: So können die Daten gerettet werden

publiziert: Mittwoch, 1. Mai 2013 / 21:05 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 2. Mai 2013 / 09:07 Uhr
Sind die Daten bei einem defekten Display noch zu retten?
Sind die Daten bei einem defekten Display noch zu retten?

Mit etwas Glück kann eine Datensicherung durchgeführt werden.

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Das Handy fällt auf den Gehweg, das Tablet rutscht von der Couch - die Gefahren für die mobilen Begleiter können vielfältig sein. An eine Daten­sicherung wird häufig erst gedacht, wenn der Ernstfall bereits eingetreten ist. In solch einem Moment stellt sich die Frage, ob und wie die auf dem Gerät gespeicherten Daten noch zu retten sind. Dies ist in erster Linie vom Schaden des Smartphones oder Tablets abhängig. Trotz immer härterem Material bleibt das Display die anfälligste Stelle. Sobald das Display gesprungen ist, ist oftmals keine Darstellung mehr möglich und der Touchscreen kann nicht mehr richtig bedient werden.

Gesprungenes Display: Sind die Daten noch zu retten?

Wenn das Display eines Smartphones oder Tablets zu Bruch geht, bedeutet dies noch lange nicht, dass die innere Technik ebenfalls einen Schaden davongetragen hat. Diese kann durch das Gehäuse vor leichteren Aufprällen geschützt sein, so dass theoretisch die auf dem Gerät gespeicherten Daten zunächst nicht unbedingt verloren sind.

Sofern das betroffene Gerät über einen Speicher­karten-Steckplatz verfügt und dieser auch für die wichtigsten Daten genutzt wurde, kann auf diese Daten mittels eines Karten­lesegeräts zugegriffen werden. Auch Google- oder iTunes-Konten, Cloud-Dienste und bereits genutzte Backup-Apps sind nützlich. Das eigentliche Problem stellt sich beim Zugriff auf den internen Speicher.

Über Treibersoftware-Software direkt an PC anschliessen

Einige Handy-Hersteller ergänzen den Liefer­umfang um eigene Software oder bieten diese zum Download an. Oftmals wird beim ersten Anschluss des Smartphones an einen PC die Geräte­software installiert oder es wird zumindest das angeschlossene Gerät erkannt. Erscheint beim Anschluss an den Rechner die Auswahl, wie dieses Gerät genutzt werden soll, sieht es mit dem weiteren Vorgehen schwierig aus, da die Auswahl übder das defekte Display erfolgen müsste. Bei etwas Glück reagieren bei einem gesprungenen Display noch Teile des Touch­screens, so dass versucht werden kann das Smartphone oder Tablet als USB-Massen­speicher auszu­wählen. Einige Foren liefern Hinweise, wie, je nach Modell und Hersteller, vorzugehen ist.

Steuerung über externen PC mittels HDMI-Anschluss oder MHL-Support

In solch einem Fall muss ein Ersatz für die Steuerung des Geräts her. Im Idealfall besitzt das defekte Gerät einen HDMI-Ausgang, über den der Anschluss an einen Monitor möglich ist. So kann die Darstellung auf den externen Monitor übertragen werden. Das Gerät muss hierbei jedoch eingeschaltet sein. Per USB-Hub kann zusätzlich eine Maus für die Steuerung sowie ein USB-Stick oder eine externe Fest­platte an dem defekten Gerät angeschlossen werden. So können nun die auf dem defekten Gerät gespeicherten Daten auf das angeschlossene Speicher­medium kopiert werden.

In unserem Praxistest mit einem Tablet mit gesprungenem Display konnten wir mit diesem Vorgehen die vorhandenen Daten auf dem Tablet sichern. Sofern ein Smartphone über MHL-Support (Mobile High-Definition Link) verfügt, kann es auch über diese kabel­gebundene Schnittstelle mit einem entsprechenden Anzeige­gerät, wie etwa einem Monitor, verbunden werden.
 

(Paulina Gesikowski/teltarif.ch)

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