Der Spiegel: Ericsson-Schmiergelder für Osteuropa und Libyen?

publiziert: Samstag, 24. Mai 2003 / 19:40 Uhr

In den Ermittlungen der Schweizer Justiz gegen den schwedischen Telekommunikationskonzern Ericsson führen die Spuren nach Informationen des deutschen Nachrichtenmagazins Der Spiegel nach Osteuropa und in den Nahen Osten.

Ericsson wird u.a. vorgeworfen, Schmiergelder für den Aufbau des UMTS-Netzes in Slowenien gezahlt zu haben.
Ericsson wird u.a. vorgeworfen, Schmiergelder für den Aufbau des UMTS-Netzes in Slowenien gezahlt zu haben.
Das Magazin berichtet unter Berufung auf Fahnderkreise, dass die angeblichen Schwarzgelder in Höhe von insgesamt 545 Millionen Schweizer Franken zum Teil an Personen und Firmen in Bulgarien, Polen und Slowenien geflossen seien. Zudem seien vermutlich Gelder an einen Berater gegangen, der für Ericsson den libyschen Markt bearbeitet.

Ericsson lehnte am Samstag jeden Kommentar zu den Berichten ab. Unternehmenssprecherin Pia Gideon sagte der dpa auf Anfrage: "Wir können die Vorgänge nicht kommentieren, weil wir alle Vorwürfe nur aus den Medien kennen." Ericsson in Schweden sei bis zum Wochenende weder von der schweizerischen noch von der schwedischen Polizei offiziell unterrichtet oder befragt worden. Zu den Mitte der Woche in Zürich bestätigten Ermittlungen gegen dortige Ericsson-Manager hatte der Konzern erklärte, er sei an einer schnellen und umfassenden Aufklärung interessiert.

Schmiergelder über Schweizer Konten

Der "Spiegel" schreibt, in den genannten vier Ländern sei Ericsson seit längerer Zeit tätig. Beispielsweise hätten die Schweden 1999 in Polen den Auftrag für den Bau eines Mobilfunknetzes erhalten. In Slowenien habe Ericsson im Jahr 2000 einen Vertrag für ein UMTS-Netz abschliessen können. Die Ermittler schliessen laut "Spiegel" nicht aus, dass bei diesen Geschäften über die Schweiz Schmiergelder geflossen sein könnten. Zumindest liege den schwedischen Behörden die Aussage eines Managers vor, die diese Vermutung stützt. Die Zahlungen seien über ein Netzwerk von rund 30 Beratungsfirmen gelaufen. Drahtzieher sei ein Zürcher Anwalt.

UBS meldete verdächtige Kontenbewegungen

Ericsson soll dabei mit falschen Rechnungen und über Konten bei der Grossbank UBS Geld für Beratungsdienste überwiesen haben. Ausgelöst wurden die Untersuchungen von der UBS. Mitarbeiter waren verdächtige Kontenbewegungen aufgefallen. Daraufhin habe die Bank - gestützt auf das Geldwäschereigesetz - die Unregelmässigkeiten der Bezirksanwaltschaft gemeldet, sagte UBS-Sprecher Rudolf Bürgin. Im Vorfeld der Durchsuchungen legte die Bank Unterlagen zu den Konten den Untersuchungsbehörden offen.

Der Tages-Anzeiger berichtet, Ericsson soll hinter den Tarnfirmen als wirtschaftlich berechtigtes Unternehmen gestanden haben. Durch die fiktiven Rechnungen habe das Unternehmen einen niedrigeren Gewinn ausweisen und entsprechend weniger Steuern zahlen müssen.

(fest/sda)

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