Der Kampf um den E-Mail-Push-Dienst

publiziert: Montag, 8. Nov 2004 / 08:08 Uhr

Eigentlich ist das Handy das perfekte E-Mail-Terminal: Immer eingeschaltet und (fast) immer empfangsbereit, kann es seinen Besitzer umgehend über eingehende Nachrichten informieren. Kurze E-Mails kann man direkt am Display lesen oder sogar beantworten.

Jedes einigermassen moderne Handy kann E-Mails abrufen. Man wird aber über neue Mails nicht informiert.
Jedes einigermassen moderne Handy kann E-Mails abrufen. Man wird aber über neue Mails nicht informiert.
Für längere Nachrichten und komplizierte Attachments eignet sich der PC oder Laptop dann zwar besser - aber auch hier kann es von Vorteil sein, wenn man per Handy zeitnah von der E-Mail erfährt.

Dass die Kunden ein grosses Interesse an mobiler E-Mail haben, beweist der Erfolg der kanadischen Geräteschmiede Blackberry. Trotz hoher Extra-Grundgebühr werden die Blackberry-Dienste und -Endgeräte immer beliebter.

Zwar enthalten alle höherwertigen Handys der grossen Hersteller inzwischen einen E-Mail-Client. Doch fehlt zum Push-Dienst eine automatische Benachrichtigung über neu eingegangene Nachrichten. Dabei wäre diese sehr einfach einzurichten, beispielsweise über eine kurze Daten-SMS mit festgelegtem Inhalt. Das Handy würde diese SMS empfangen, und anschliessend die E-Mail abrufen.

Goldesel SMS

Doch die Netzbetreiber schränken die existierenden Benachrichtigungs-Dienste eher ein, als sie auszubauen. So hat der deutsche Anbieter o2 vor einer Woche angekündigt, die bisher täglich verfügbaren fünf kostenlosen Benachrichtigungs-SMS abzuschaffen. Anscheinend haben alle Netzbetreiber davor Angst, den Goldesel SMS zu schlachten, wenn sie einfache und massenmarkttaugliche mobile E-Mail anbieten.

Der andere Weg zu flexibler mobiler E-Mail wäre der über MMS. Schon heute ist es möglich, diese Multimediamitteilungen vom Handy an eine beliebige E-Mail-Adresse zu schicken. Der Rückweg ist hier jedoch versperrt, wegen nicht vorhandener Abrechnungssysteme, und wahrscheinlich auch wegen prohibitiver Entgeltvorstellungen der Netzbetreiber.

Synchronisations-Sorgen

Ein weiteres Problem, das vor allem für Firmen wichtig ist, ist die Synchronisation in beide Richtungen. Eine auf dem Handy gelesene und in einen Unterordner absortierte E-Mail soll möglichst nach Rückkehr an den heimischen Büroarbeitsplatz nicht nochmal bearbeitet werden müssen. Solche entfernten Ordnerzugriffe sind zwar grundsätzlich per IMAP möglich, jedoch ist dieses Protokoll auf das Arbeiten über eine langsame Datenleitung, die gelegentlich durch Funklöcher sogar ganz unterbrochen wird, nicht sonderlich optimiert.

Andererseits ist die Bereitstellung von Unternehmenssoftware für den Austausch von Nachrichten und das Führen von Terminkalendern und Kontaktlisten ein Milliardenmarkt. Denn je besser die firmeninterne Kommunikation klappt, desto mehr können sich die Mitarbeiter ihren eigentlichen Aufgaben widmen. Und da Arbeitszeit bekanntlich Geld ist, sind die Unternehmen gerne bereit, hohe Beträge für perfekte Kommunikationslösungen auszugeben.

Das haben auch die Handy-Hersteller erkannt, und bauen nun an eigenen Standards, um vom grossen Kuchen auch ihren Teil abzuschneiden. Letzte Woche kündigte Nokia an, bezüglich mobiler Push-E-Mails mit der amerikanischen Firma Visto zusammenzuarbeiten. Siemens präsentierte im Oktober ihr System, das auf allen Symbian- und Windows-Mobile-Geräten lauffähig sein soll. Auch reine Software-Anbieter wie space2go starten mit eigenen Produkten. Es werden sicherlich noch mehr Offerten werden, denn schliesslich lässt sich die Software leicht als Anwendung auf mobilen Endgeräten implementieren.

Angesichts der Vielfalt könnte der Kunde jedoch auf der Strecke bleiben. Hoher Aufwand bei der Anpassung der Systeme, Reibereien an den Schnittstellen, und Beschränkungen auf bestimmte Endgeräte oder Unternehmenssoftware scheinen unvermeidlich. Kleinbetriebe oder gar Selbständige, die nicht mehrere tausend Euro für spezialisierte Server und Setup ausgeben wollen, bleiben damit aussen vor.

(Kai Petzke/teltarif.ch)

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