Der Handy-Markt leidet unter Hitze und SARS

publiziert: Montag, 18. Aug 2003 / 12:17 Uhr

In der zweiten Jahreshälfte könnte die Handybranche wieder schwächeln - auch die mobile Welt leidet unter der ungewöhnlichen Hitzewelle in Europa. Jedenfalls kommen die Analysten von Strategy Analytics zu diesem Ergebnis. In der Financial Times Deutschland (FTD) ist heute zu lesen, dass die US-Forschungsgruppe Strategy Analytics für das Gesamtjahr 2003 einen Anstieg des weltweiten Handy-Absatzes um sechs Prozent erwarte.

Samsung zählt zu den Verlierern auf dem Handymarkt.
Samsung zählt zu den Verlierern auf dem Handymarkt.
Dabei wird das zweite Halbjahr schwächer als das erste sein. Ingesamt werden im Jahr 2003 nach Schätzungen des Instituts 455 Millionen Handys über die Ladentheke gehen.

Laut Strategy Analytics baute Marktführer Nokia im zweiten Vierteljahr 2003 seinen Marktanteil von 35 auf 37 Prozent aus. Dagegen sank der Anteil von Siemens von 7,4 auf 7,3 Prozent. Das bedeutet, dass der Konzern trotz neuer, aufwändiger Geräte deutlich unter seinem 8-Prozent-Anteil vom Vorjahr liegt.

Insgesamt erlitt die Branche vor allem durch Schwächen im Asiengeschäft Einbußen, die als Folge der Lungenkrankheit SARS gewertet werden. Der Handyhersteller Motorola hatte mit Einbrüchen auf dem chinesischen Markt zu kämpfen - sein weltweiter Marktanteil schrumpfte von 15,4 auf 14,2 Prozent.

Zu den Verlierern zählt auch Samsung. Der Marktanteil des koreanischen Herstellers sank von 12,1 auf 10,8 Prozent. Interessanterweise lässt sich ausgerechnet bei dem bisher nicht gerade vom Glück verfolgten Gemeinschaftsunternehmen SonyEricsson der gegenteilige Trend ausmachen: Die neue Kamera- und Spielehandys dieses Anbieters kommen insbesondere bei Kunden in Europa und Japan gut an. Das japanisch-schwedische Joint-Venture konnte seinen Marktanteil von 5 auf 6 Prozent ausbauen. Unter anderem wegen der erhöhten Nachfrage nach Kamera-Handys seien laut Strategy Analytics die Einbrüche in Asien direkt nach dem Auftreten von SARS wieder ausgeglichen worden.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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