ComCom vergibt Konzession für Handy-TV an Swisscom

publiziert: Freitag, 28. Sep 2007 / 16:44 Uhr

Bern - Bald können auch die Massen in den Gassen auf dem Handy Fussball schauen. Die Swisscom hat die Konzession für Handy-TV erhalten. Bis 2008 muss sie knapp die Hälfte der Bevölkerung versorgen. Konkurrentin Mobile TV hat das Nachsehen.

Bei der Swisscom seien die Chancen höher, dass das Sendenetz bis zur Euro 2008 gebaut werde.
Bei der Swisscom seien die Chancen höher, dass das Sendenetz bis zur Euro 2008 gebaut werde.
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Zwar kann man bereits heute auf dem Handy über das Mobilfunknetz TV schauen. Sobald aber viele Leute auf engem Raum das Spiel Schweiz gegen England sehen wollten, breche das Netz zusammen, sagte der Präsident der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom), Marc Furrer: «Dann ist Mattscheibe.»

Mit dem vom Fersehsendemast ausgestrahlten Handy-TV ist dies nicht der Fall. Mit der DVB-H-Technologie (Digital Video Broadcast-Handheld) funktioniert das Handy ähnlich wie ein herkömmliches Fernsehgerät, das die Signale über eine Zimmerantenne empfängt.

Bereits zur Fussball-WM im letzten Jahr liefen in mehreren Ländern DVB-H-Pilotversuche. Als erstes Land hat Italien ein Angebot fürs breite Publikum eingeführt. Nun solle die neue Technologie bis zur Euro 2008 in der Schweiz abheben, sagte Furrer.

Zwei Bewerber

Um die Konzession hatten sich die Swisscom und das Jung-Unternehmen Mobile TV Schweiz beworben, das Unterstützung von der Deutschen Telekom-Tochter T-Systems erhielt. «Beide Bewerber waren sehr gut», sagte Furrer.

Die ComCom hat sich aber für die Swisscom entschieden. Bei der Swisscom seien die Chancen höher, dass das Sendenetz bis zur Euro 2008 gebaut werde, sagte Furrer. Diese habe als einzige Betreiberin von Radio- und Fernsehsendeanlagen bereits Standorte für DVB-H-Antennen.

Die Konzession verpflichtet die Swisscom, bis Ende Mai 44 Prozent der Bevölkerung abzudecken. In den Genuss des neuen Fernseh-Erlebnisses für unterwegs sollen zuerst die Bewohner der EM-Austragungsstädte Zürich, Basel, Bern und Genf kommen. Bis Ende 2012 sollen dann 60 Prozent der Bevölkerung Handy-TV schauen können.

(smw/sda)

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Erste Anwärterin auf die Konzession ist die Swisscom.
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