Chinas Handyhersteller leiden unter Produktpiraten

publiziert: Montag, 27. Jun 2005 / 08:56 Uhr / aktualisiert: Montag, 27. Jun 2005 / 09:22 Uhr

In China werden die meisten Plagiate westlicher Konsumgüter hergestellt. Nun kämpfen auch chinesische Hersteller gegen Billigkopien ihrer Handys.

Auf chinesischen Märkten gibt es alles zu kaufen, neuerdings auch Billigkopien chinesischer Handys.
Auf chinesischen Märkten gibt es alles zu kaufen, neuerdings auch Billigkopien chinesischer Handys.
3 Meldungen im Zusammenhang
Allein im laufenden Jahr soll sich laut einer Studie des Onlineportals sina.com die Zahl gesetzeswidrig verkaufter Handys in China auf 15 Millionen belaufen. Damit wird laut Studie in diesem Jahr bereits jedes dritte in China verkaufte Handy illegal sein.

Wie die Digitimes weiter berichtet, werden die Produktpiraten mit gefälschten Markenhandys, illegalen Importen oder als Neuware verpackten Second-Hand-Geräten ein Umsatzvolumen von 30 bis 50 Milliarden Yuan (etwa 4,6 bis 7,7 Milliarden Franken) erreichen. Dem Fiskus könnten durch diese Aktionen rund zehn Milliarden Yuan (1,5 Milliarden Franken) entgehen. Der illegale Handel mit Mobilfunkgeräten wirkt sich dabei aber nicht nur auf Markenhersteller negativ aus.

Genauso betroffen sind die chinesischen Hersteller, deren Geräte etwa so viel kosten wie die Angebote der Produktpiraten. Die einheimischen Produzenten bleiben inzwischen auf ihren Billiggeräten sitzen. Der gemeinsame Marktanteil der heimischen Hersteller, zu denen beispielsweise Ningbo Bird oder TCL gehören, ist innerhalb eines Jahres 50 auf 39 Prozent gesunken.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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