Billiger vom Festnetz zum Handy telefonieren

publiziert: Freitag, 2. Jan 2004 / 11:18 Uhr

Gespräche zu Mobilfunkanschlüsse könnten bald deutlich günstiger möglich sein, während Gespräche vom Handy zum Festnetz gleichzeitig deutlich teurer werden könnten.

Jedes Mobilfunknetz soll für eingehende Anrufe als Monopol definiert werden.
Jedes Mobilfunknetz soll für eingehende Anrufe als Monopol definiert werden.
Grund dafür ist der wachsende Druck der Brüsseler EU-Kommission auf Deutschland, den Mobilfunkmarkt stärker als bisher zu regulieren. Wie die Berliner Zeitung berichtet, ist das Ziel der Kommission vor allem, Anrufe vom Festnetz zum Handy deutlich zu verbilligen.

Der Chef der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), Matthias Kurth, habe darüber kürzlich mit Top-Managern der deutschen Mobilfunkanbieter gesprochen, erfuhr die Berliner Zeitung aus Branchenkreisen.

"Wenn sich bei den Preisen nichts bewegt, dürft Ihr Euch nicht wundern, wenn Ihr bald reguliert werdet", habe der Chefregulierer die Netzbetreiber gewarnt.

Die EU-Kommission hat schon seit längerem die hohen Entgelte im Visier, die von den Mobilfunknetz-Betreibern für eingehende Anrufe aus dem Festnetz verlangt werden. So stellte die Deutsche Telekom Anfang letzten Jahres für die Weiterleitung eines Telefonats an deutsche Kunden von T-Mobile 14,91 Cent pro Minute zuzüglich Mehrwertsteuer in Rechnung.

Noch höher lagen die Terminierungsentgelte für Gespräche in das E-Plus-Netz mit 17,46 Cent je Minute und zu o2 Germany mit 18,49 Cent pro Minute. Im Gegensatz dazu wurden für die Weiterleitung eingehender Anrufe ins deutsche Festnetz maximal nur 1,86 Cent pro Minute verlangt.

Die EU-Kommission sieht in diesen Preisunterschieden eine nicht hinnehmbare Subventionierung von Mobilfunk-Kunden und dringt darauf, jedes einzelne Mobilfunknetz als eigenständiges Monopol zumindest für eingehende Anrufe zu definieren.

Die Folge davon wäre, dass auch die Mobilfunknetze unter eine verschärfte Tarifaufsicht der Regulierungsbehörde fallen. Das Amt könnte dann sogar eine Vorab-Genehmigungspflicht für bestimmte Tarife einführen, berichtet die Berliner Zeitung weiter.

Im Entwurf für das neue Telekommunikationsgesetz (TKG), das in diesem Jahr beschlossen werden soll, ist von einer Ausweitung der Regulierung im Mobilfunk-Sektor nichts zu spüren.

So lange die Mobilfunk-Preise in Deutschland nicht höher als im europaweiten Durchschnitt lägen, sei eine stärkere Regulierung der Handy-Entgelte nicht gerechtfertigt, hieß es bislang immer aus der Politik.

Doch zumindest bei der Regulierungsbehörde und bei Parlamentariern hat die entschlossene Haltung der EU inzwischen Eindruck gemacht: Zwischen Berlin, Bonn und Brüssel werden längst Einigungsmöglichkeiten zumindest in Sachen Terminierungsentgelte ausgelotet.

"Eine Lex Mobilfunk darf es im neuen Telekommunikationsgesetz nicht geben", fordert inzwischen etwa die Informationstechnologie-Expertin der CDU-Bundestagsfraktion, Martina Krogmann, im Gespräch mit der Berliner Zeitung.

Der bisherige Entwurf der TKG-Novelle widerspreche den EU-Rahmen-Richtlinien, sagt die Unions-Abgeordnete. Um ein EU-Verfahren gegen Deutschland abzuwenden, müsse der Gesetzestext nachgebessert werden. Debattiert wird unter anderem der Einstieg in eine langsame Absenkung der Tarife für eingehende Handy-Telefonate. Ein solcher Gleitpfad hin zu niedrigeren Entgelten wäre auch für die EU akzeptabel, haben hohe Brüsseler Beamte inzwischen signalisiert.

(Thomas Michel, teltarif.de)

Die professionelle SMS-Businesslösung
aspsms.com
Katharinengasse 10
9000 St. Gallen
Verkaufen Sie uns Ihr Handy, Tablet oder iPod
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Jedes drahtlose Gerät und Produkt, das mit dem Internet verbunden werden kann, muss über Funktionen verfügen, die den Schutz von Personendaten gewährleisten.
Jedes drahtlose Gerät und Produkt, das mit ...
Vernetzte Geräte müssen die Privatsphäre ihrer Benutzerinnen und Benutzer besser schützen. Neue Bestimmungen in der Verordnung des BAKOM über Fernmeldeanlagen (VFAV) erhöhen die Cybersicherheit von bestimmten, auf dem Schweizer Markt erhältlichen, drahtlosen Geräten wie Smartphones, Smartwatches, Fitness-Trackern und drahtlosen Spielzeugen. Die Revision tritt am 1. September 2022 in Kraft. mehr lesen 
Ein Empa-Forscherteam hat eine durch Wasser aktivierbare Einweg-Batterie aus Papier entwickelt. Damit liesse sich eine breite Palette ... mehr lesen  
Die Papierbatterie besteht aus zwei in Reihe geschalteten elektrochemischen Zellen an den beiden Enden des Papierstreifens, die durch eine Wasserbarriere (zwischen den Buchstaben «m» und «p») getrennt sind.
Das UNSW-Solarteam bei Nacht, aufgenommen mit einer Infrarotkamera.
Ein Team von Forschern an der University of New South Wales (UNSW) in Sydney hat gezeigt, dass man die Infrarot-Strahlungswärme der Erde zur ... mehr lesen  
Publinews Wenn man heute an ein Mobiltelefon denkt, kommt einem natürlich nichts anderes als ein modernes Smartphone in den Sinn. Die digitalen Alleskönner sind kaum noch aus unserem Alltag wegzudenken. Doch bis zur neuesten Generation der Smartphones war es ein langer Entwicklungsweg. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Werden Menschen in den USA jetzt besser vor zielgerichteter Werbung geschützt?
DOSSIER Social Media Zielgerichtete Werbung in den USA unter Beschuss Politiker der Demokratischen Partei haben ...
 
News
   
Auch in der Produktion erfreuen sich sogenannte Industrieroboter stetig wachsender Beliebtheit.
Publinews Was vor einigen Jahren nur in Science-Fiction Filmen zu bewundern war, ist heute alltäglicher Bestandteil unseres Zusammenlebens und daraus nicht mehr ... mehr lesen
Wer sich nicht so gut mit dem Messenger auskennt, der sollte grundsätzlich bei unbekannten Nummern vorsichtig sein.
Publinews Bei der Verwendung eines Smartphones stehen einem verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung. In früheren Zeiten war es aufs Telefonieren und SMS ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 8°C 12°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
Basel 9°C 13°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 8°C 10°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
Bern 8°C 12°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 8°C 12°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wechselnd bewölkt, Regen
Genf 10°C 14°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen trüb und nass
Lugano 11°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten