Auskunftsnummer 111 wird 1811

publiziert: Montag, 3. Apr 2006 / 12:31 Uhr / aktualisiert: Montag, 3. Apr 2006 / 13:06 Uhr

Bern - Swisscom hat seine neue Auskunftsnummer 1811 in Betrieb genommen. Das sofortige Aus für die bewährte 111 bedeutet das aber noch nicht.

Auskunft Achtzehnhundertelf,  Tausendachthundertelf oder einfach 1811?
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Bis Ende 2006 werden die neue und die alte Nummer parallel betrieben. Am 31. Dezember werden die 111 und die internationalen Auskunftsdienste mit den Nummern 1151, 1152, 1153, 1154 und 1159 eingestellt, wie Swisscom Fixnet mitteilte. Die neue Nummer 1811 ist aus allen Netzen zugänglich und kann von allen Mobil- und Festnetzkunden in der Schweiz angewählt werden.

Über 1811 sind die nationale und neu auch die Ausland-Auskunft erreichbar. Änderungen der Preise für Auskünfte sind nach Angaben einer Swisscom-Sprecherin nicht vorgesehen. Die neue Nummer wurde nötig, nachdem der Bundesrat im Zug der Liberalisierung beschloss, die heutigen Auskunftsnummern Ende 2006 einzustellen.

Zurzeit zehn Nummern

Seit Anfang 2001 können auch Swisscom-Konkurrenten telefonische Auskunftsdienste anbieten. Nach Angaben des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) sind neben Swisscom zurzeit zehn Nummern in Betrieb. Drei weitere Nummern sind bereits zugeteilt, aber noch nicht erreichbar.

Wie BAKOM-Sprecher Bernhard Bürki ausführte, müssen Anbieter nicht nur in ausreichende Datensätze investieren, sondern den Dienst auch in allen drei Landessprachen anbieten, mindestens 3 Millionen Anrufe pro Jahr generieren, die zugeteilte Nummer 12 Monate nach Erhalt in Betrieb setzen und ihre Preise bekannt geben.

Wege führen zur 18

Laut Bürki ist es für alternative Anbieter schwierig, sich im Markt durchzusetzen. Grund sei die allseits bekannte 111. Solange sie in Betrieb sei, seien 3 Millionen Anrufe bei einem Konkurrenten im Jahr nicht wirklich realistisch. Erst wenn Wege zur Auskunft über die Anfangszahl 18 führten, hätten alle Anbieter gleich lange Spiesse.

(ht/sda)

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