Alcatel mit Milliardenverlusten

publiziert: Dienstag, 4. Feb 2003 / 15:03 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 4. Feb 2003 / 15:27 Uhr

Paris - Der französische Telekomausrüster Alcatel hat im vergangenen Jahr erneut deutlich mehr als 4 Mrd. Euro Verlust angehäuft. Für 2003 erwartet Alcatel-Chef Serge Tchuruk anhaltend schwierige Marktbedingungen.

Alcatel machte besonders im Bereich Mobil-Telefone Verluste.
Alcatel machte besonders im Bereich Mobil-Telefone Verluste.
Als Folge des Nachfrageschwundes nach Telekom-Ausrüstungen sei mit einem Geschäftsrückgang der gesamten Branche von 15 Prozent zu rechnen. Tchuruk bekräftigte jedoch sein Ziel, im laufenden Jahr erstmals seit längerem wieder ein ausgeglichenes Betriebsergebnis zu erzielen.

Der Nettoverlust des Alcatel-Konzerns belief sich im vergangenen Jahr auf 4,75 Mrd. Euro (6,95 Mrd. Fr.) nach 4,96 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz fiel auch durch Verkäufe von Unternehmensteilen um 34,7 Prozent auf 16,55 Mrd. Euro.

Durch den Umbau des gesamten Konzerns soll die Beschäftigtenzahl nach früheren Angaben bis Ende 2003 auf 70 000 sinken. Das sind fast 30 000 weniger als Ende 2001.

Für das erste Quartal 2003 erwartet Tchuruk einen Umsatzrückgang von 25 bis 30 Prozent, negative Währungseffekte durch den Kursverlust des Dollar eingeschlossen. Als Folge des Sparkurses soll der Betriebsverlust geringer ausfallen als im Vorjahresquartal.

Im vierten Quartal 2002 erzielte Alcatel einen Betriebsgewinn von 20 Mio. Euro im Vergleich zu minus 368 Mio. Euro vor Jahresfrist. Der Nettoverlust belief sich auf 1,12 (Vorjahr 1,35) Mrd. Euro bei einem auf 4,51 (Vorjahr 6,77) Mrd. Euro verringertem Umsatz.

(bsk/sda)

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