Akustik-Terror oder originell?

publiziert: Freitag, 21. Feb 2003 / 14:42 Uhr / aktualisiert: Samstag, 22. Feb 2003 / 19:24 Uhr

Zürich - Das Wirtschaftsmagazin Impulse berichtet in seiner neuesten Ausgabe darüber, dass Mobilfunknutzer bereits bei der Auswahl des Ruftons viel über ihren Charakter verraten.

Ein Cooler sollte auf jeden Fall das Herunterladen beherrschen.
Ein Cooler sollte auf jeden Fall das Herunterladen beherrschen.
Egal ob bei diversen Veranstaltungen, auf Partys, auf dem Heimweg im Bus oder beim Spaziergang durch den Park: Immer wieder nimmt man als Bürger verschieden klingende Handy-Klingeltöne wahr. Das Institut Rheingold in Köln hat nun in einer Studie von Handy-Ruftönen vier wesentliche Typen skizziert: Den Gleichgültigen, den Coolen, den Wichtigtuer und den Originellen.

Der Gleichgültige sieht dem Bericht zufolge sein Handy als nützlichen Alltagshelfer ohne ihm einen besonderen Stellenwert beizumessen. Die Grundeinstellungen des Gerätes belässt der Gleichgültige weitestgehend bei, allerhöchstens wird etwas an der Lautstärke des Klingeltones geändert.

Dem Wichtigtuer hingegen liegt vieles daran, Aufsehen zu erregen. Handytypen dieser Klasse seien leicht daran zu erkennen, dass das Mobiltelefon auch mal in Bus und Bahn oder in der Flughafen-Lobby in voller Lautstärke klingele. Impulse bezeichnet die Wichtigtuer- zu denen man auch oft Geschäftskunden in gehobenen Positionen zählen könne - als "Akustik-Terroristen der modernen Zeit". Nicht selten komme es vor, dass diese Personengruppe klassische Melodien wie den "Walkürenritt" von Wagner oder Beethovens Fünfte als Klingelton auswähle.

Wer gern ein Cooler sein will, sollte auf jeden Fall daran setzen, eine aktuelle Melodie aus dem Internet auf sein Handy zu laden. Es reiche schon aus, die Technik des Herunterladens zu beherrschen, um sich als cooler Typ ausweisen zu können. Was bei dem Coolen an Ruftönen erklingt, ist auf jeden Fall "In" und mehr als nur ein einfacher Klingelton. Zumeist ist es auch eine persönliche Erkennungsmelodie - auch in der ganzen Clique.

Der Originelle setzt der Studie des Institutes darauf, sich zu profilieren, allerdings auf eine ganz andere Weise. Er zeige seine Kultiviertheit sowohl durch Jazz-Klänge wie "Take Five" als auch durch eher der Geräuschewelt zugehörige Töne wie ein Knarzen, Brummen oder Vogelzwitschern. Der Originelle hole aus dem Handy heraus, was an unverbrauchter Originalität vorhanden ist.

Bleibt nur eine Frage offen: Was sind Sie? Schicken Sie ihre eigene Charakterisierung und Gedanken zum Handyklingel-Terror bis Ende Februar an redaktion@news.ch.

(bsk/teltarif.ch)

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