Aktuelle Android-Browser im Überblick
publiziert: Donnerstag, 21. Okt 2010 / 17:50 Uhr

Der App-Store des mobilen Betriebssystems Android aus dem Hause des Suchmaschinenkonzerns Google ist mittlerweile reichlich gut gefüllt. Neben Büro-Anwendungen tummeln sich dort Multimedia-Apps und Browser.

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Schon vorweg lässt sich sagen, dass die meisten Browser sich im Bereich der grundlegenden Funktionen nicht sonderlich unterscheiden. So bieten sie den Wechsel zwischen den Versionen der Webseiten, die für mobile Endgeräte ausgelegt sind und den Standardvarianten. Ein Browser-Verlauf ist ebenso immer an Bord, wie eine Lesezeichen-Verwaltung. Wir haben uns exemplarisch fünf aktuelle mobile Browser herausgesucht und angeschaut, was sie voneinander unterscheidet.

Dolphin HD

Den Anfang macht ein Browser, den es in zwei Varianten für Android-Geräte gibt. Die einfache Variante, nur Dolphin genannt, unterstützt die Android-Versionen 1.5 und 1.6 und ist nicht für höher auflösende Displays ausgelegt. Für sie gibt es den hier vorgestellten Dolphin HD. Dieser kann allerdings nur auf Geräten installiert werden, auf denen mindestens Android 2.1 läuft.

Das Besondere an diesem Browser ist, dass zu seiner Bedienung Fingergesten genutzt werden können. Neben den vorgegebenen Gesten können dabei auch eigene definiert werden. Statt zum Beispiel mobil.teltarif.de über die Tastatur einzutippen, wird also ein «T» auf den Bildschirm gemalt. Der Browser öffnet nun automatisch die der Geste zugewiesene Webseite. Zudem kann der Browser mit Hilfe von PlugIns erweitert werden.

Eine weitere interessante Funktion des Browsers ist die Möglichkeit, Lesezeichen auf einer SD-Karte abzuspeichern und sie so mit dem PC zu synchronisieren.

Firefox Mobile (Fennec)

Eines vorweg: Der auf dem bekannten Desktop-Browser Mozilla Firefox basierende mobile Browser Firefox Mobile, ist nicht der einzige Browser, der eine automatische Synchronisation mit dem Desktop-Browser ermöglicht. Für eine funktionierende Synchronisation ist die Installation des AddOns Sync nötig. Danach können beispielsweise Bookmarks, Tabs und Passwörter unter den verschiedenen Browsern ausgetauscht werden.

Ausserdem bietet Firefox Mobile die Möglichkeit, Webseiten im PDF-Format abzuspeichern. Dies hat den Vorteil, dass sofern sich der Inhalt der Seite z.B. wie bei Anleitungen nicht ändert, sie als PDF gespeichert werden können und der nächste Aufruf so kein Datenvolumen verbraucht, da der Nutzer auf das PDF zugreifen kann.

Momentan gilt für Firefox Mobile jedoch noch: Der Browser befindet sich im Alpha-Stadium der Entwicklung. Das bedeutet, dass unter anderem Seiten langsam geladen werden; insgesamt gibt es also noch viel Arbeit für die Entwickler.

Opera Mini

Der Browser Opera Mini ist mittlerweile auf vielen Systemen verfügbar. Derzeit hat der aus dem finnischen Softwarehaus Opera stammende Browser die Version 5.1 erreicht. Dieser Browser bietet sich gerade für die mobile Nutzung an, da Daten-intensive Inhalte, wie zum Beispiel Bilder, zuerst auf den Servern der Firma komprimiert werden und dann in kleinerer Variante an das Smartphone weiter gesandt werden. Dadurch lassen sich, gerade beim Betrachten komplexer Seiten, einige Megabyte einsparen und die Zeitspanne bis zur Drosselung der Geschwindigkeit verlängern.

Im Gegensatz zum Fennec-Browser kann der Opera Mini Lesezeichen, Notizen und zum Beispiel den Browser-Verlauf ohne die Installation eines zusätzlichen Add-Ons synchronisieren. Interessant ist auch die Speicherung der aktuellen Tabs bei einem Absturz. Läuft der Browser im Hintergrund und wird unerwartet beendet, so speichert er die aufgerufenen Seiten. Die Wiederherstellung funktioniert aber nur bis 60 Minuten nach dem Absturz. Das schont den Speicher der Geräte.

Steel

Mittlerweile wurde der Steel genannte Browser von kolbysoft von der Firma Skyfire aufgekauft. Er steht jedoch weiterhin zum Download bereit. Eine interessante Funktion ist das Herunterladen von verschiedenen Mediendateien, wie MP3 oder Videos von Webseiten. Ist der Download einmal gestartet, läuft dieser im Hintergrund weiter und stört so das weitere Arbeiten nicht. Grafisch sehr hübsch gelungen ist auch das Menü zum Zoomen. Um dieses aufzurufen, drückt der Nutzer lange auf den Bildschirm. Im Folgenden öffnet sich nun ein halb durchsichtiges Menü, welches nun das Zoomen erlaubt.

Skyfire

Skyfire hat die Technologien des Steel-Browsers in seinen eigenen Browser integriert, der momentan die Version 2 erreicht hat. Ähnlich wie der Opera Mini leitet auch Skyfire die angeforderten Webseiten über einen Proxyserver. Dies dient allerdings nicht dazu, Inhalte zu verkleinern, vielmehr wandelt Skyfire Flash-Videos in ein Android-kompatibles Format um. Eine interessante Funktion ist auch die Explore genannte Leiste am unteren Bildschirmrand. Diese zeigt, nach einem bestimmten Schema, Bilder und Videos, aber auch Tweets in einem Menü an. Dem Nutzer fällt es so leichter, sich eine Übersicht über ein Thema zu verschaffen.

Fazit

Die «Eierlegende Wollmilchsau» unter den Browsern gibt es nicht. Sie lassen sich am ehesten nach Nutzungsgebieten einteilen. Räumt der genutzte Datentarif nicht soviel Freiheit ein, oder profitiert der Nutzer von einer Browser-weiten Synchronisation, so bietet sich der Opera Mini an. Der experimentierfreudige Nutzer kann für Synchronisationen auch den Fennec-Browser nutzen. Dieser befindet sich momentan allerdings noch im Alpha-Stadium.

Für die Multimedia-Freunde bietet sich hingegen die Nutzung von Skyfire (bzw. Steel) an. Dank der Umleitung über einen Skyfire-Browser können Flash-Videos ohne zusätzliche App genutzt werden. Steel hingegen ist für diejenigen interessant, die sich ab und zu einmal eine Mediendatei aus dem Internet laden wollen.

Liebhaber von Mausgesten finden in Dolphin HD einen guten Begleiter. Hinzu kommt, dass auch dieser Browser Lesezeichen auf der SD-Karte abspeichern kann. Lohnenswert ist dies, wenn kein Online-Konto, wie es beispielsweise für Opera Link benötigt wird, angelegt werden soll. Eine eindeutige Empfehlung können wir also nicht aussprechen. Jeder Browser hat seine Vor- und Nachteile. Letztlich hängt die Wahl des Browsers eher von den aufgeführten Nutzungsszenarien ab, als von einer eindeutigen Empfehlung.

(Kaj-Sören Mossdorf/teltarif.ch)

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