Experte: Effizienz stark situationsabhängig
iOS 5 integriert Erdbebenwarnsystem
publiziert: Montag, 22. Aug 2011 / 20:01 Uhr
iOS hat in Japan einen Marktanteil von 27,7%.
iOS hat in Japan einen Marktanteil von 27,7%.

Cupertino - Erst kürzlich wurde von Apple die sechste Betaversion an Entwickler ausgeliefert und schon sind einige neue Details über die kommende Version des mobilen Betriebssystems bekannt. Unter anderem können nun über das Nachrichtenzentrum Warnungen des Frühwarndienstes der Japan Meteorological Agency (JMA) empfangen werden.

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Jörn Lauterjung vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam begrüsst diese Innovation und erklärt, dass die Effizienz von Frühwarnungen stark situationsabhängig ist.

Alle Kanäle nutzen

Apple hat bei der Entwicklung der neuen Version von iOS auf die jüngste Katastrophe in Japan reagiert. Ein Beben im Frühjahr hatte einen verheerenden Tsunami zur Folge und führte zur schweren Beschädigung des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi. Die Alertmeldungen der JMA lassen sich einfach im Nachrichtenzentrum einschalten. Voraussetzung ist ein Apple-Mobilgerät mit aktiviertem Internetzugang.

«Technisch gesehen ist das zwar nicht revolutionär, die Einbindung in iOS ist als zusätzlicher Kanal aber sehr zu begrüssen. Bei Erdbebenwarnungen ist es immer wichtig, alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Übermittlung zu nutzen», sagt Lauterjung. Erfahrung hat man bei der GFZ etwa mit Indonesien, das sich in einer gefährdeten Region befindet. «Die wichtigsten Kanäle sind Radio, TV und lokale Warnmöglichkeiten wie Sirenen, Polizei- oder Minarettlautsprecher.» Auch per SMS werden Warnungen lanciert, jedoch leidet hier die Zuverlässigkeit bei steigender Netzauslastung.

Schneller Alarm

«Prinzipiell können wir so gut wie alle Menschen mit Frühwarnungen erreichen. Praktisch kommt es immer auf die Gegebenheiten an, etwa die Tageszeit oder ob beispielsweise Radio und Fernsehen gerade eingeschaltet sind», erklärt der Experte. «Genauso wichtig wie die Frühwarnung ist das Erdbebentraining. Man sollte auch wissen, wie man in der kurzen Zeit reagieren muss.»

Vom Beben bis zum Alarm vergeht nur wenig Zeit. Je nach Dichte von Stationen und Sensoren dauert es zwei bis fünf Minuten, bis die Messdaten ausgewertet sind. Wurde eine Erschütterung als gefährlich identifiziert, wird die Warnung anschliessend innerhalb weniger Sekunden ausgeliefert.

Durch die hohe Smartphone-Dichte in Japan könnte diese Erweiterung von iOS einen echten Sicherheitsgewinn mit sich bringen. Apples Betriebssystem hält dort bei einem Marktanteil von 27,7% und ist Nummer Zwei hinter Android (64,7%), so eine Analyse des Kantar WorldPanel ComTech vom Juli 2011.

(bert/pte)

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