Zweiter Galileo-Testsatellit gestartet
publiziert: Sonntag, 27. Apr 2008 / 08:27 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 27. Apr 2008 / 09:25 Uhr

Baikonur - Die EU hat am Sonntag nach über zwei Jahren erstmals wieder einen Testsatelliten für das europäische Navigationssystem Galileo gestartet. Eine Sojus-Trägerrakete auf dem kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur brachte den Trabanten namens Giove B auf eine Umlaufbahn in 23'200 Kilometern Höhe.

Die Sojus-Trägerrakete vor dem Start.
Die Sojus-Trägerrakete vor dem Start.
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Der künstliche Erdtrabant soll neue Technologien für den Aufbau des Netzes von 30 Satelliten testen.

Er hat eine hochpräzise Atomuhr an Bord und eine zwölfjährige Betriebsdauer.

Galileo soll bis 2013 betriebsbereit sein und eine weit präzisere Navigation erlauben als das bisherige US-System GPS.

Grossprojekt der EU

Das Europaparlament hatte am Mittwoch in Strassburg mit grosser Mehrheit grünes Licht für die Ausschreibungen zu diesem grössten Industrieprojekt Europas gegeben.

Die EU-Kommission will zusammen mit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA die Aufträge für das 3,4 Mrd. Euro teure Vorhaben noch vor der Sommerpause ausschreiben.

Auch Russland arbeitet am Aufbau eines Navigationssystems mit dem Namen Glonass, das sich zuletzt aber immer wieder verzögerte. China plant ein ähnliches Projekt mit der Bezeichnung Compass.

(bert/sda)

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