Nicht so sicher wie Notebook oder PC
Zehn Tipps für die sichere Smartphone-Nutzung
publiziert: Mittwoch, 8. Feb 2012 / 10:31 Uhr
Zehn Tipps für die sichere Nutzung mobiler Geräte.
Zehn Tipps für die sichere Nutzung mobiler Geräte.

Jeder vierte Verbraucher surft mobil im Internet. Und jeder vierte Nutzer sorgt sich um die Sicherheit seines Smartphones. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Forsa-Umfrage, die heute das deutsche Bundesverbraucherministerium anlässlich des Safer Internet Day veröffentlichte. Befragt wurden von 31. Januar bis 2. Februar 1 003 deutsche Bürger ab 14 Jahren.

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Der Umfrage zufolge nutzen 26 Prozent der deutschen Verbraucher ein internetfähiges Smartphone. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 58 Prozent. Ebenfalls 26 Prozent der Nutzer sorgen sich um die Sicherheit im mobilen Internet bei der Nutzung von Apps. 82 Prozent fühlen sich von App-Anbietern nicht ausreichend über die Verwendung ihrer persönlichen Daten informiert. 36 Prozent stört es, dass Smartphones über die aktivierte Ortungsfunktion jederzeit den Aufenthaltsort feststellen können.

Laut Forsa-Umfrage besitzen ein Drittel der 30- bis 44-Jährigen und gut jeder Fünfte der 45- bis 54-jährigen ein internetfähiges Smartphone. Unterschiede gibt es zwischen Ost und West: In Ostdeutschland nutzen 19 Prozent, in Westdeutschland 27 Prozent ein Smartphone. Nur jede fünfte Frau ist Nutzerin, wogegen fast ein Drittel der Männer ein Smartphone hat. Die beliebtesten Funktionen bei Smartphones sind E-Mails lesen und Nachrichten über soziale Netzwerke austauschen. So prüfen 70 Prozent der Männer und 55 Prozent der Frauen täglich oder mehrmals die Woche ihre E-Mails auf dem Handy. 52 Prozent der Männer und 61 Prozent der Frauen tauschen sich in sozialen Netzwerken aus.

Unternehmen sollen für mehr Transparenz sorgen

Die deutsche Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte: «Es ist praktisch, unterwegs im Internet surfen und überall E-Mails abrufen zu können - aber auch auf Smartphones und Tablet-PCs darf der Schutz persönlicher Daten nicht zu kurz kommen.» Die Verbraucher vertrauten darauf, dass diese Dienste sicher sind. Sie erwarteten zu Recht, dass das Schutzniveau bei mobilen Diensten und Geräten genauso hoch ist wie bei stationären Endgeräten.

«Leider haben Smartphones derzeit noch nicht das gleiche Sicherheitsniveau wie Notebooks», sagte Aigner. Die Ministerin rief die Hersteller zu verstärkten Anstrengungen und Investitionen in die Sicherheit der Smartphones auf. «Die Sicherheitsstandards müssen mit der technologischen Entwicklung Schritt halten», sagte sie. Auch wollten die Nutzer genau wissen, was mit ihren persönlichen Daten geschieht. «Hier müssen die Unternehmen mehr Transparenz schaffen», forderte die Ministerin.

Die Firma Kaspersky behauptet unterdessen, dass fast 40 Prozent der technisch versierten deutschen Nutzer nicht wüssten, dass es mobile Antiviren-Lösungen gebe. Nur 30 Prozent aller Smartphones in Europa seien mit einem Virenscanner ausgestattet. Diese Zahlen beruhen auf einer stichprobenartigen «Studie», die Kaspersky selbst als «nicht repräsentativ» bezeichnet. Hinter solchen Statistiken kommerzieller Anbieter von Antiviren-Software steckt natürlich auch immer ein geschäftliches Interesse - Warnungen vor mobilen Schädlingen können also unter Umständen nur heisse Luft sein.

Auf der folgenden Seite lesen Sie, welche konkreten Tipps das Bundesverbraucherschutzministerium für die Nutzung des Internets mit mobilen Geräten gibt. Smartphones und Tablets sind für die Nutzung des mobilen Internets nicht mehr wegzudenken, mit ihnen hinterlässt der Nutzer aber immer mehr Datenspuren und gibt Dritten unter Umständen ungewollt Einblick in seine Privatsphäre. Das deutsche Bundesverbraucherschutzministerium hat heute zum Safer Internet Day zehn Tipps zusammengestellt.

Beim Kauf auf Sicherheit achten: Wer mobiles Internet, Apps oder Ortungsdienste gar nicht nutzen will, kann auch ein einfaches Handy ohne ausbaufähiges Betriebssystem (OS) oder GPS wählen. Vor dem Kauf sollte man in jedem Fall prüfen, welche Datenschutzeinstellungen bei OS und vorinstallierten Apps eingestellt sind und wie sich diese ändern lassen. Ein E-Learning-Angebot des deutschen IT-Branchenverbandes Bitkom zum Datenschutz findet sich unter Datenschutz bei Smartphones. Auch der deutsche Bundesdatenschutzbeauftragte stellt Faltblätter zum Thema bereit.

Zugangsschutz nutzen: Sowohl die PIN für die SIM-Karte als auch der Gerätesperrcode sollten nicht deaktiviert werden. Zudem empfiehlt es sich, den vom Hersteller voreingestellten Sperrcode gleich zu ändern und in regelmässigen Abständen zu erneuern.

Nicht sorglos zurückrufen: Bei Vorwahlen wie 0900, 0180 oder 0137 sollten bei deutschen Nutzern alle Alarmglocken schrillen. Diese sogenannten Mehrwertdienste-Rufnummern können von Betrügern missbraucht werden, die an einem teuren Rückruf verdienen wollen.

Funkdienste deaktivieren: Werden WLAN oder Bluetooth am Handy nicht benötigt, sollten sie abgeschaltet werden. Sonst können sie von Angreifern unter Umständen als Einfallstor missbraucht werden.

Beim Hotspot-Surfen achtsam sein: Vorsicht ist beim Surfen in öffentlichen WLAN-Netzen immer geboten. Besonders skeptisch sollte man in unverschlüsselten oder schlecht verschlüsselten WLANs sein. Letzteres gilt etwa für Netze, die nur mit dem Standard WPA statt dem Nachfolger WPA2 gesichert sind. Dann können Daten - und damit auch sensible Zugangsdaten - leicht abgefangen werden. Es empfiehlt sich, offene WLAN-Netze zu meiden, wenn der Datenverkehr der jeweiligen Seite nicht durchgehend verschlüsselt ist - erkennbar am «https» in der Adresse.

Ortung steuern: Wer nicht möchte, dass Bewegungsprofile erstellt werden können, sollte die GPS-Funktion seines Handys ausschalten und nur dann aktiveren, wenn sie ein Dienst tatsächlich benötigt. Auf Apps, die ohne ersichtlichen Grund auf Standortdaten zugreifen wollen, sollte man besser verzichten.

Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen: Anwendungen haben möglicherweise Zugriff auf viele Daten und Funktionen. Um das eigene Risiko zu minimieren, sollte man vor der Installation im Internet nach Herausgeber und Nutzerkommentaren zu der jeweiligen App suchen. Auch hierbei gilt grundsätzlich: Wenn die Anwendung mehr Rechte einfordert als zur eigentlichen Funktion nötig, auf die Installation verzichten oder - falls möglich - die unnötigen Rechte nicht erteilen.

Sicherheitsupdates installieren: Anwender sollten das mobile OS und alle Apps immer auf dem neuesten Stand halten. Bei Handyverlust schnell reagieren: Ist das Mobiltelefon gestohlen worden oder hat man es verloren, gilt es, die SIM-Karte unverzüglich vom Mobilfunkanbieter sperren zu lassen. Viele Hersteller bieten auch Sperrdienste für das komplette Gerät oder Fernlöschfunktionen für den Datenspeicher an. Diese lassen sich gegebenenfalls auch durch Apps aufrüsten. Verkauf oder Entsorgung: Bevor man sein Gerät endgültig aus der Hand gibt, sollte der integrierte Speicher vollständig gelöscht werden. Das geht nur, indem man das Telefon über USB mit dem Computer verbindet und den Telefonspeicher sowie die Speicherkarte mit neuen Daten bis zur Kapazitätsgrenze überschreibt und dann formatiert. Für die sichere Datenlöschung gibt es entsprechende Programme im Internet. Nutzer dürfen auch nicht vergessen, ihre SIM- oder SD-Karten aus dem Smartphone oder Tablet zu entfernen.

(Alexander Kuch/teltarif.ch)

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