Dominanz der Konsolen nimmt zu - Neue Vertriebswege etablieren sich
Xbox: 40 Prozent der US-Videospiel-Umsätze
publiziert: Sonntag, 15. Jan 2012 / 12:47 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 15. Jan 2012 / 13:26 Uhr
Die Dominanz der Konsolen nimmt zu.
Die Dominanz der Konsolen nimmt zu.

New York - Microsofts Xbox konnte im Jahr 2011 rund 40 Prozent der Umsätze im US-amerikanischen Videospielhandel für sich verbuchen, wie der Marktforscher NPD berichtet. 2,1 Mrd. Dollar haben Computerspieler im vergangenen Jahr für Microsoft-Konsolen ausgegeben und weitere 4,6 Mrd. für passende Spiele und Zubehör.

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«In den USA ist die Xbox traditionell stark. Dazu kommt, dass Microsoft mit Kinect ein grosser Wurf gelungen ist. Das Spielen ohne Kontroller kommt bei der ganzen Familie gut an», sagt Videospiel-Experte Hans Solar gegenüber pressetext.

Insgesamt ist der klassische Videospiele-Markt in den USA geschrumpft. Herunterladbare Spiele sowie Social- und Mobile - Games erfreuen sich dagegen immer grösserer Beliebtheit. Auch Sony verweist auf steigende US-Umsätze. Nintendo dagegen musste 2011 einen Rückschlag einstecken. Auch PC-Spiele kommen zunehmend unter Druck. «PC-Spiel-Verkäufe sind stabil bis leicht rückläufig. Die Industrie schätzt die besseren Kopierschutzmassnahmen der Konsolen und User mögen die unkomplizierte Handhabung», so Solar.

Starkes US-Geschäft

In den USA wurden 2011 etwa 17,2 Mrd. Dollar für Spiele auf physikalischen Speichermedien, Konsolen, Handheld-Geräte und dazugehöriges Zubehör ausgegeben. Allein in Xbox-Produkte wurden 6,7 Mrd. Dollar investiert. Gegenüber 2010 ist der Gesamtumsatz der Branche um acht Prozent zurückgegangen. Damals wurden noch 18,6 Mrd. Dollar für Spiele und Hardware ausgegeben. Diese Zahlen berücksichtigen allerdings weder Inhalte, die per Download vertrieben werden noch gebrauchte Computer- oder Browserspiele. «Die rückläufigen Zahlen sind eher auf die wirtschaftliche Lage als auf Verluste durch Browserspiele zurückzuführen», erklärt Solar.

Die Zahlen für die neueren Bereiche werden separat ausgewiesen. Die Entwicklung folgt hier dem Trend der vergangenen Jahre und geht steil nach oben. Der Umsatz betrug 2011 rund 7,24 Mrd. Dollar. Das entspricht einem Wachstum von sieben Prozent gegenüber dem Jahr davor. «Dieser Trend wird sich die kommenden Jahre fortsetzen. Die Qualität der Browserspiele steigt ebenfalls kontinuierlich an», so Solar. Dieser Anstieg kann die Verluste aus dem klassischen Videospielsektor allerdings nicht vollständig auffangen. Rechnet man die neueren Geschäftsfelder und den klassischen Markt zusammen, ergibt sich ein leichter Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 16,3 Mrd. Dollar.

Schwaches Weihnachtsgeschäft

Verantwortlich für den Umsatzrückgang in der Branche war ein ungewöhnlich umsatzschwacher Dezember. Verkäufe im Dezember waren 2011 für lediglich 23 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Im zehnjährigen Durchschnitt wurden 28 Prozent der Videospiel-Geschäfte im letzten Monat des Jahres erledigt. Obwohl viele Spielehersteller ihre Spitzenprodukte rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft in den Handel gebracht haben, konnten die Erwartungen nicht erfüllt werden.

(asu/pte)

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