XPS 12 - Verwandlungskünstler von Dell
publiziert: Mittwoch, 26. Jun 2013 / 13:28 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 2. Apr 2014 / 10:49 Uhr

Ist es ein Ultrabook? Ist es ein Tablet? Nein, es ist das XPS 12 von Dell.

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Der boomende Markt für Tablets und Ultrabooks ist hart umkämpft und Apple, so scheint es, hat sich diese Segmente mit dem iPad und dem MacBook Air fest unter den Nagel gerissen. Das animiert die Windows-Konkurrenz sich über ausgefallene Designs und Formfaktoren von der Masse abzuheben. Mit unterschiedlichem Erfolg in Praktikabilität und Verarbeitung. Gleich vorneweg, Dell hat mit dem XPS 12 in beiden Punkten hervorragende Arbeit geleistet und bringt ein Produkt auf den Markt, dem der Spagat zwischen Ultrabook und Tablet überzeugend gelungen ist. 

Verarbeitung und Leistung auf hohem Niveau

Auf den ersten Blick ist ersichtlich, womit Dell die Aufmerksamkeit auf das XPS 12 lenken möchte. Das Display ist um 180 Grad drehbar, wodurch das Ultrabook im sprichwörtlichen Handumdrehen in ein Tablet verwandelt wird. Die Mechanik hinterlässt im ersten Moment noch einen sehr fragilen Eindruck. Alle Bedenken verfliegen aber nach einigen Tests und es wird schnell klar - das Scharnier hält. Der Bildschirm rastet fest ein und lässt sich durch einen leichten Druck an geeigneter Stelle wieder umfunktionieren.

Auch die, durch Gorilla-Glas geschützten, Innereien des verbauten Touch-Screens sind fast tadellos. 1920 mal 1080 Pixel auf knapp 32 cm verteilt erzeugen mit einer Pixeldichte von 176 dpi ein sehr scharfes Bild. Und die verwendete IPS-Technik bringt Pluspunkte bei Farben und dem Betrachtungswinkel. Wie leider häufig üblich in dieser Geräteklasse, hat aber auch Dell das Display nicht entspiegelt, was zwar im Showroom gut ankommt, den Einsatz im Freien bei Sonnenlicht aber spürbar beeinträchtigt. Dem Design anzulasten ist der relativ grosszügige Bildschirmrand (Bezel). Die Bedienung von Windows 8  mit bis zu zehn Fingern ist sehr genau. Für professionelle Arbeiten fehlt aber teilweise die noch exaktere Eingabe per Stift.

Die Qualität der weiteren Komponenten und die Performance des im Premium-Segment angesiedelten Verwandlungskünstlers entsprechen dem gehobenen Verkaufspreis. Das schicke Gehäuse aus Aluminium und hochwertigem Kunststoff liegt angenehm in der Hand und wurde solide verbaut. Die Kombination aus Intel Core i5 oder i7 und SSD-Festplatte erlaubt ein flüssiges Arbeiten unter Windows 8 sowohl im RT-, wie auch im Desktop-Modus. Einzig die im Intel-Prozessor integrierte Grafikkarte bremst anspruchsvolle Anwendungen, speziell  im Grafikbereich, spührbar aus.

Bei den Anschlüssen sind keine Überraschungen zu vermelden. Zwei USB-3.0-Ports, eine Audio-Buchse für Kopfhörer und Mikrofon sowie ein Mini Displayport, der sich per Adapter auch mit VGA und HDMI verträgt, reichen im Regelfall. Für die Arbeit im Büro mit Kabel-Netzanschluss und weiteren Monitoren sind zusätzliche Adapter und eine Docking Station verfügbar.

Grosser Akku zu schwer für ein Tablet

Der fest verbaute Akku besitzt eine Kapazität von 47 Wh und liefert Energie für 1,5 Stunden unter Volllast, etwas über acht Stunden im Leerlauf oder, für den Anwender interessant, zirka fünf bis sechs Stunden im täglichen Einsatz mit verschiedenen Anwendungen. Diese recht lange Laufzeit erkauft sich Dell allerdings mit dem wohl grössten Nachteil des XPS 12 - der Akku ist sehr schwer. Und das beeinträchtigt die Verwendung als Tablet enorm. Mit einem Gewicht von etwas über 1,5 Kilogramm werden auch kräftige Arme beim Lesen und Bedienen schnell müde und das XPS 12 muss auf einem Tisch oder den Knien platziert werden.

Diesen Nachteil wird Dell wohl auch mit den neuen und sehr sparsamen Intel-Haswell-Prozessoren nicht nachbessern. Statt Gewicht zu sparen, werden für das ab Anfang Juli erhältliche Update noch längere Laufzeiten versprochen. Ausserdem dürfte sich die stark optimierte integrierte Garfikkarte der neuen Prozessoren sehr positiv auf die Grafikleistung auswirken.

Fazit

Die Ingenieure von Dell liefern mit dem XPS 12 ein gelungenes Produkt ab, das vorallem in seiner Funktion als Ultrabook keine Kompromisse eingeht. Da aktuell auch nur wenige Tablets vergleichbare Leistungswerte vorweisen können, tritt das Gewicht für viele Anwender in den Hintergrund. Wer mit dem XPS 12 liebäugelt sollte aber auf jeden Fall das Haswell-Update abwarten.

Erhältlich ist das XPS 12 von Dell zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels im Handel je nach Ausführung ab etwas unter 1300 Franken (i5, 4 GB, 128 GB SSD) bis ungefähr 1600 Franken (i7, 8 GB RAM, 256 GB SSD).

(Adeo Bertozzi/news.ch)

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