Wo bleiben die originellen Games?
publiziert: Sonntag, 15. Jul 2007 / 11:13 Uhr

Santa Monica - Die Feststellung von John Riccitiello, die Games-Industrie langweile die Leute zu Tode, scheint bei der Branchenmesse E3, die laut Kritikern zu einem Exklusivtreffen der Grossen in der Gamesbranche mutiert ist, keinen Widerhall zu finden.

Szene aus «Insecticide» von Crackpot Entertainment.
Szene aus «Insecticide» von Crackpot Entertainment.
Vor allem die kleineren Entwickler, die aussen vorblieben, sind verärgert.

Aus diesem Grund veranstaltete der alternative Gamesproduzent Gamecock eine Anti-E3-Konferenz für die unabhängigen Studios mit dem Titel «Expo for Interactive Entertainment, Independent and Original» (E.I.E.I.O.).

Der Ort der Gegenveranstaltung ist in Sichtweite der E3-Teilnehmer, im Hotel «California» in Santa Monica.

«Diejenigen, die immer noch wahre Liebe zu ursprünglichen Games und den talentierten Entwicklern hegen, sollten wissen, 'there's plenty of room at the Hotel California'», zitiert Gamecock-Geschäftsführer Mike Wilson in Hippie-Manier aus dem bekannten Hit von The Eagles.

Zur E3 hingegen darf dieses Jahr nur, wer eine Einladung hat. Überhaupt erinnert die Gegenveranstaltung eher an ein Surfcamp als an eine Branchenmesse.

E3: Keine Innovation

Auslöser für den Entschluss, die E.I.E.I.O. ins Leben zu rufen, ist eben die Kritik, die Riccitiello diese Woche an seiner Branche äusserte.

«Wir finden, die E3 ist nicht mehr das, was sie einmal war», sagt Rick Stults, Manager bei Gamecock.

Die neue E3 sei zu sehr auf die grossen Namen konzentriert und vernachlässige originelle und innovative Spiele zu Gunsten von sich wiederholenden Folgen und Games in Verbindung mit Film-Blockbustern, so Stults.

Insekten auf dem Vormarsch

Die Indie-Produzenten hingegen nehmen ein hohes Risiko in Kauf, wenn sie auf Originaltitel setzen. Die Freude über die E.I.E.I.O. bei den kleinen unabhängigen Studios ist umso grösser.

Im Hotel California waren kaum Ego-Shooter und Autorennen zu finden. Unter den Games, die durch ihre Kreativität und künstlerischen Anspruch hervorstechen anstatt durch sichere Einnahmen, waren etwa «Mushroom Men» vom Red Fly Studio.

Darin geht es um einen Krieg zwischen Essbarem und Giftpilzen. «Insecticide» von Crackpot Entertainment ist ein Detektiv-Abenteuer, in dem alle Charaktere von Insekten dargestellt werden.

(rr/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Publinews Das Telefonmuseum Telephonica in Islikon erzählt die Geschichte der Telekommunikation von den Anfängen bis hin zur heutigen digital vernetzten Gesellschaft. Besuchen Sie uns und erleben Sie Telefongeschichte zum Anfassen, zum Hören und zum Fühlen - spannend inszeniert für Gross und Klein. mehr lesen  
Technologie  Bern - Der Technologiekonzern Ascom ... mehr lesen
Ascom ist für das zweite Halbjahr zuversichtlicher.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 14°C 25°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel 16°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 16°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Bern 13°C 26°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 13°C 25°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 14°C 26°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 25°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten