Konzentration auf Wachstum
WhatsApp schafft Abo-Zahlung ab
publiziert: Montag, 18. Jan 2016 / 15:10 Uhr
WhatsApp will auch ohne die zusätzlichen Einnahmen  keine Werbung schalten.
WhatsApp will auch ohne die zusätzlichen Einnahmen keine Werbung schalten.

München - Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp schafft unter dem Dach von Facebook seine Abo-Gebühr ab. «Die Übernahme hat uns erlaubt, uns auf Wachstum zu konzentrieren und nicht ans Geldverdienen zu denken», sagte Firmenchef Jan Koum.

6 Meldungen im Zusammenhang
In der Schweiz mussten WhatsApp-Nutzer bislang eine Jahresgebühr von einem Franken bezahlen, in den USA waren es ein Dollar. Nur das erste Jahr war gratis.

Das Bezahlmodell habe nicht gut funktioniert, räumte Koum am Montag auf der Internet-Konferenz DLD in München ein. Viele Nutzer der App besässen keine Bank- oder Kreditkarten und hätten Sorge, nach einem Jahr den Kontakt zu Freunden zu verlieren.

Vor zwei Jahren sagte Koum noch, die Abo-Gebühr solle auf Dauer die Unabhängigkeit von WhatsApp sichern. Das Geld reiche aus, beteuerte er damals, die Firma agiere äusserst sparsam. Wenige Wochen später wurde die Übernahme durch Facebook für 19 Milliarden Dollar bekanntgegeben. Damals hatte WhatsApp rund 450 Millionen Nutzer weltweit, heute sind es fast eine Milliarde.

Neue Möglichkeiten unter Facebook

Der Deal mit Facebook habe es WhatsApp erlaubt, die Infrastruktur des weltgrössten Online-Netzwerks zu nutzen - zum Beispiel bei der Einführung der Sprachtelefonie, die sonst viele eigene Ressourcen erfordert hätte, sagte Koum jetzt. Zugleich habe WhatsApp weitgehend die Unabhängigkeit bewahren können, betonte er. So laufe die Software-Entwicklung weiterhin auf einer eigenen Plattform.

Koum betonte zugleich, weiterhin keine Werbung zu schalten und kündigte den Ausbau des Angebots an. In diesem Jahr wolle sich das Unternehmen aus dem Silicon Valley stärker der Geschäftswelt öffnen. So sei vorstellbar, dass jemand mit seiner Bank über WhatsApp kommuniziere, wenn eine verdächtige Kontobewegung festgestellt werde.

Verschlüsselung bleibt sakrosankt

Forderungen nach einer Möglichkeit für Behörden, die Verschlüsselung auszuhebeln, erteilte Koum eine klare Absage. «Gerede über Hintertüren ist nicht besonders produktiv, weil wir keine Hintertüren in unsere Software einbauen werden», sagte er. In dem Moment, wenn es einen solchen Zugang für Ermittler gebe, würde er auch von Kriminellen entdeckt werden.

Im Dezember war WhatsApp für einen halben Tag in ganz Brasilien blockiert gewesen. Damit wollte ein Gericht das Unternehmen zur Herausgabe von Daten in einem Kriminalfall bewegen. Der Gerichtshof von São Paulo hielt das für unangemessen und stoppte die Blockade, die eigentlich zwei Tage dauern sollte.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese egadgets.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Rio De Janeiro - Nach über 24 Stunden wird die Blockade des Internetdienstes WhatsApp in ganz Brasilien aufgehoben. Ein Gericht ... mehr lesen
Brasilien liess den WhatsApp-Dienst einen Tag lang abschalten.
Mobile, personalisierte App-Werbung ist eine neue Bedrohung der Privatsphäre.
Alabama - Die persönlichen Informationen von Millionen Smartphone-Nutzern sind durch mobile Werbung auf den Apps in grosser ... mehr lesen
Mountain View - Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp hat die Marke von einer Milliarde Nutzern überschritten. Mitgründer und Chef Jan Koum teilte das in der Nacht zum Dienstag per Facebook-Eintrag mit. mehr lesen 
Rio de Janeiro - Brasilianerinnen und Brasilianer müssen am Donnerstag und Freitag ohne den beliebten SMS-Dienst WhatsApp auskommen. Weil das US-Unternehmen angeblich bei einem Strafverfahren nicht kooperiert hat, hat ein Gericht eine 48-stündige Blockade angeordnet. mehr lesen 
Facebook New York - Das weltgrösste Online-Netzwerk Facebook schluckt den populären Kurznachrichtendienst WhatsApp für ... mehr lesen
Die «WhatsApp»-Übernahme ist die bislang grösste für Facebook.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die professionelle SMS-Businesslösung
aspsms.com
Katharinengasse 10
9000 St. Gallen
Verkaufen Sie uns Ihr Handy, Tablet oder iPod
Die professionelle und zeitgemässe Zweifaktor-Authentisierung
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 16
Zum passenden Video dank vitrivr.
«vitrivr»  Informatiker der Universität Basel haben ein Verfahren entwickelt, das eine Suche in Bild- und Videodatenbanken mithilfe von Handskizzen ermöglicht. 
eGadgets Ringe mit NFC-Technologie  Die von Cornetto entwickelten «Commitment Rings» verhindern, dass Pärchen getrennt ...  
Die Commitment Rings werden via Smartphone-App registriert.
Durch eine App fanden Abtreibungsgegener raus, wo sich die Frauen befinden.
Geofencing machte es möglich  Boston - Abtreibungsgegner machen Frauen in US-Kliniken für Schwangerschaftsabbrüche ...  
In 50 Minuten zur passenden Putzfrau  Der junge Mailänder Hochschulabgänger Gabriele Di Bella hat mit «Il mio Supereroe» («Mein ...
Die App sucht für den User nach der passenden Hilfskraft in der Umgebung. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Meine Anwälte sagen: "Aus einem Esel wird wird in tausend Jahren kein Golfisch, ... Di, 14.06.16 20:10
  • jorian aus Dulliken 1754
    Saudumm? Die Frage ist nur WER! Sie haben mich verleumdet. Sie haben übel über mich geredet! (Dies ... Di, 14.06.16 03:57
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Wer Kritik als persöliche Beleidigung empfindet, wer Kritik als mundtot-machen ... So, 12.06.16 12:24
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Sehr, sehr traurig... Für den Jorian ist eine Redaktion eine Anstalt, die Zenzur immer dann ... Mo, 06.06.16 21:11
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
Der schnellste iPhone Reparaturservice der Schweiz.
iPhone SOS
Badhausstrasse 40
2503 Biel/Bienne
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 16°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen recht sonnig
Basel 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
St. Gallen 14°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 15°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Luzern 16°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen freundlich
Genf 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Lugano 18°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten