Weltweit grösste Indoor-Fischfarm im Rheintal
publiziert: Sonntag, 28. Okt 2007 / 17:02 Uhr

Oberriet - Kurz vor der Eröffnung der weltweit grössten Inhouse-Fischfarm «Melander» in Oberriet SG streiten sich der Erfinder der Hightech-Zuchtanlage Jürgen Hautz und der Liechtensteiner Investor Hans Raab. Es geht um Patentschutz und viel Geld.

Die Inhouse-Fischfarm soll im Januar 2008 eröffnet werden.
Die Inhouse-Fischfarm soll im Januar 2008 eröffnet werden.
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Die Melander Fischfarm in Oberriet SG, die im Januar 2008 eröffnet werden soll, ist die grösste Indoor-Fischfarm der Welt. In Hallen auf einer Fläche von 38 Tennisplätzen will die Fabrik täglich fünf Tonnen Fisch mit dem neuen Namen «Melander» produzieren.

Diese Fische sind eine Kreuzung zweier Welsarten. Gezüchtet hat die blinden Neo-Speisefische der deutsche Ingenieur Jürgen Hautz. Nach eigenen Angaben experimentiert der 54-Jährige seit über 20 Jahren mit Fischkreuzungen und Kreislaufzuchtanlagen.

Im Auftrag von Hans Raab, Gründer der erfolgreichen Putzmittel-Gruppe HaRa, baute Hautz zuerst einen Versuchsbetrieb im Saarland in Deutschland. Dank einem ausgeklügelten Kreislauf-System, das für genügend Frischwasserzufuhr sorgt, wachsen in den Zuchthallen gesunde Speisefische heran.

Erfinder entlassen

2005 begannen die Bauarbeiten für die Melander-Fischfarm im Rheintal. Kurz vor der Eröffnung der modernen Fischfabrik in Oberriet hat Hans Raab den Ingenieur entlassen und ihm ein Hausverbot erteilt, wie Hautz in einem Artikel der St. Galler Regionalausgabe von «20 Minuten» sagte.

Nun erhebt der Erfinder der modernen Fischfabrik schwere Vorwürfe gegen den Firmeninhaber Hans Raab. «Nachdem die neuartige Kreislauf-Zuchtanlage fertig gebaut war, hat mich Raab einfach auf die Strasse gestellt», sagt Hautz gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Auf seiner Website beansprucht der 67-jährige Raab die Erfindung des neuen Speisefisches für sich und ein Team wissenschaftlicher Mitarbeiter. Das lässt sich der Ingenieur nicht bieten und fordert zwei Millionen Franken von seinem ehemaligen Auftraggeber für geleistete Arbeit.

«Melander» als Lebenswerk

Er habe sechs Jahre für Raab gearbeitet - naiverweise ohne Vertrag. Aber die Erfindung des Melanders sei sein Lebenswerk. Der Investor habe ihn aber mit einigen tausend Franken monatlich abgespeist. Das lasse er sich nicht bieten, sagt Hautz.

Für die Firma Melander sind Hautz' Vorwürfe aus der Luft gegriffen. Hautz sei entlassen und mit einem Hausverbot belegt worden, weil er tausende Fische habe verenden lassen. Seine Geldforderung sei Erpressung. «Wir werden den Ingenieur anzeigen», sagt Pino Zünd, der Marketingverantwortliche der Firma Melander.

Streit um Markennamen

Falls es nicht zu einer Einigung kommt, werden die Streitigkeiten zwischen Hautz und Raab vor Gericht enden. Hautz würde dies begrüssen, denn es wäre nicht das erste Mal: Bereits vor vier Jahren hatten Raab und Hautz wegen des Markennamens «Melander» vor einem deutschen Gericht gestritten.

Dieses stellte fest, dass Hautz sowohl der Erfinder der Zuchtbecken als auch der Fischkreuzung «Melander» sei. Raabs damalige Freundin und heutige Frau hatte die Markenrechte hinter seinem Rücken eintragen lassen.

(Von Silvia Minder/sda)

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