Vergleich: Apple iPad und Samsung Galaxy Tab
publiziert: Mittwoch, 15. Sep 2010 / 22:30 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Sep 2010 / 17:01 Uhr

Seit April ist das iPad von Apple im Handel. Seit Ende Mai ist das Multimedia-Tablet auch auf dem deutschen Markt erhältlich. Lange Zeit tat sich die Apple-Konkurrenz schwer, ebenfalls Tablets zu präsentieren, die mit dem iPad mithalten können. Das hat sich erst auf der IFA geändert.

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Zahlreiche Hersteller präsentierten auf der Messe unter dem Berliner Funkturm eigene Tablets, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen sollen. Die meisten Geräte basieren auf dem von Google initiierten Android-Betriebssystem. Dabei fand vor allem das Samsung Galaxy Tab Beachtung, zu dem es schon im Vorfeld der Messe zahlreiche Gerüchte gab.

Galaxy Tab kleiner und «mobiler» als das iPad

Das Samsung Galaxy Tab ist mit seinem 7 Zoll grossen Touchscreen etwas kleiner und somit auch mobiler als das Apple iPad. Ist das iPad mit seinem 9,7-Zoll-Display vor allem zum Surfen auf dem heimischen Sofa geeignet, so findet das Samsung-Pendant auch noch in vielen Jackentaschen Platz. Dafür ist das grössere iPad-Display vor allem für die Video-Nutzung von Vorteil.

Zur Mobilität des Samsung Galaxy Tab trägt jedoch nicht nur die kompaktere Bauform bei. Das Android-Tablet ist mit 380 Gramm auch deutlich leichter als das iOS-Pendant, das in der Variante mit WLAN und UMTS-Schnittstelle stolze 730 Gramm auf die Waage bringt. Alternativ ist das iPad im Gegensatz zum Galaxy Tab auch in einer Variante zu bekommen, bei der sich die Internet-Verbindung nicht über das Mobilfunknetz, sondern nur per WLAN herstellen lässt.

iPad auch als günstigere WLAN-only-Version verfügbar

Eine reine WLAN-Version des Samsung Galaxy Tab könnte für Interessenten, die ohnehin nur im heimischen Hotspot mit dem Tablet surfen möchten, ebenfalls eine günstige Alternative zur Version mit Mobilfunk-Transceiver sein. Eine solche Variante wird es jedoch bis auf weiteres nicht geben. Offiziell ist das Galaxy Tab nämlich ein Smartphone. Als solches wurde des von Google zertifiziert und nur unter diesen Voraussetzungen kann Samsung ein vollwertiges Android-Betriebssystem inklusive Market und aller Google-Dienste anbieten. Gleichsam tut sich Samsung mit der Einordnung als Riesen-Smartphone schwer und hat daher extra die Kategorie «Smart Media Device» erfunden.

Die Zertifizierung als Smartphone durch Google ist auch der Vorteil des Samsung-Modells gegenüber vielen anderen auf der IFA gezeigten Tablets anderer Hersteller, die nur einen WLAN-Internet-Zugang haben und die demnach nicht als Smartphone durchgehen. Entsprechende Produkte sind zwar preiswert, bieten aber beispielsweise nicht den Zugang zum Android Market.

Das Galaxy Tab dient auch als Smartphone

Während man mit dem iPad nur per Headset und VoIP telefonieren kann, bietet das Galaxy Tab eine vollwertige Telefon-Schnittstelle, die per eingebauter Freisprecheinrichtung oder mit einem Headset genutzt werden kann. Selbst die Videotelefonie wird unterstützt. Das Samsung Galaxy Tab hat zwei Kameras an Bord, während Apple bei seinem iPad auf die Integration einer Kamera verzichtet hat.

Betriebssysteme: iOS versus Android

Den grössten Unterschied zwischen beiden Tablets macht naturgemäss das jeweilige Betriebssystem aus. Apple setzt beim iPad nicht - wie von vielen Nutzern im Vorfeld erhofft - auf Mac-OS-X, sondern auf das vom iPhone und iPod touch bekannte iOS. Damit stehen zwar insgesamt rund 250 000 Anwendungen aus dem AppStore zur Verfügung und rund 25 000 Programme sind speziell für das iPad angepasst worden. Ein vollwertiger Laptop-Ersatz ist das iPad dennoch nicht - diesen Anspruch erhebt der Hersteller aber auch nicht.

Samsung nutzt beim Galaxy Tab das Android-System, das eigentlich für Smartphones entwickelt wurde und ebenfalls kein Ersatz zu einem PC-Betriebssystem darstellt. Bislang gibt es keine auf Tablet-Displays optimierten Anwendungen. Die meisten Programme werden dennoch gut dargestellt.

iPad mit veralteter Firmware

iPad-Nutzer müssen derzeit noch mit dem Nachteil eines veralteten Betriebssystems leben. Erst im November bekommt das Gerät iOS 4.2 - und somit Features wie Multitasking, die beim Samsung Galaxy Tab schon jetzt selbstverständlich sind. Samsung hat dagegen sofort die aktuelle Android-Version 2.2 vorgesehen, verzichtet aber beispielsweise auf die (auch beim iPad fehlende) Mobile-Hotspot-Funktion. Lediglich per USB-Kabel ist Tethering möglich.

Vorteil des Samsung-Modells ist aber auch der «echte» Zugriff per USB auf das Gerät und die Möglichkeit, den internen Speicher durch microSD-Karten mit einer Kapazität von bis zu 32 GB zu erweitern. Dafür ist das iPad mit bis zu 64 GB internem Speicherplatz erhältlich, während es vom Galaxy Tab bislang nur eine 16-GB-Version gibt.

Der Akku des iPad hält nach Apple-Angaben im Betrieb bis zu zehn Stunden durch, während es das Galaxy Tab laut Samsung auf 7 Stunden bringt. Einen GPS-Empfänger haben beide Tablets an Bord - das iPad allerdings nur in der Version mit Mobilfunk-Schnittstelle.

Grosse Preisunterschiede

Unterschiede gibt es nicht zuletzt beim Verkaufspreis. Ist das iPad je nach Ausstattung zu Preisen zwischen 649 und 1049 Franken zu bekommen, so soll das Samsung Galaxy Tab ab etwa 949 Franken erhältlich sein.

Fazit: Einen eindeutigen Sieger gibt es nicht

Wir konnten nur einige Aspekte miteinander vergleichen. Naturgemäss gibt es noch viele weitere Punkte. Ist man beim iPad beispielsweise auf iTunes angewiesen, so lassen sich beim Galaxy Tab Dateien auch über den Windows Explorer auf das Tablet übertragen und umgekehrt. Man kann kaum sagen, welches der beiden Tablets die bessere Wahl ist, zumal es nicht zuletzt Ansichtssache ist, welches der beiden Betriebssysteme man lieber nutzen möchte. Für die heimische Nutzung und für Video-Inhalte bietet das grosse iPad-Display Vorteile, das Galaxy Tab ist kleiner, leichter und besitzt ein offenes Betriebssystem. Für das iPad sind - iPhone-Anwendungen eingerechnet - mehr Applikationen verfügbar, dafür ist man beim Galaxy Tab nicht auf den offiziellen Android Market angewiesen.

Nicht zuletzt dient das Samsung-Modell auch als (übergrosses) Smartphone, es lässt sich per Speicherkarte erweitern und hat ein aktuelles Betriebssystem an Bord. Den letztgenannten Nachteil hat das iPad allerdings nur noch wenige Wochen. Im November will Apple ein Update ausliefern.

(Markus Weidner/teltarif.ch)

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