Notfalls per Gesetz
Vereinheitlichung bei Handy-Ladegeräten
publiziert: Donnerstag, 18. Apr 2013 / 16:49 Uhr
Gibt es bald einheitliche Ladekabel für alle Handys? (Archivbild)
Gibt es bald einheitliche Ladekabel für alle Handys? (Archivbild)

Bern - Die EU-Kommission befürchtet neues Durcheinander bei Ladegeräten für Handys und Smartphones. Demnach wollen die meisten Unternehmen, die sich vor vier Jahren zur Vereinheitlichung von Ladegeräten verpflichtet haben, diese Selbstbindung nicht verlängern.

1 Meldung im Zusammenhang
Industriekommissar Antonio Tajani will daher einheitliche Ladegeräte notfalls per Gesetz erzwingen, wie am Donnerstag aus der Behörde verlautete.

In Europa gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Ladegeräte für Handys und Smartphones. In manchen Fällen werden sogar für verschiedene Geräte derselben Marke unterschiedliche Apparate zum Aufladen des Akkus benötigt. Dies führt dazu, dass die Verbraucher für ein neues Handy häufig auch ein neues Ladegerät benötigen. Ausser Aufwand und Kosten für sie ist das auch ein Umweltproblem, wenn die nicht alten Geräte auf dem Schrott landen.

Um dem entgegenzuwirken, brachte die Kommission 2009 noch unter Industriekommissar Günter Verheugen eine Vereinheitlichung auf den Weg. Die wichtigsten Hersteller gingen eine Selbstverpflichtung für Handys mit bestimmtem technischen Standard ein. Zehn Unternehmen beteiligten sich sofort: Motorola, LGE, Samsung, RIM, Nokia, SonyEricsson, NEC, Apple, Qualcomm und Texas Instruments. Später schlossen sich weitere Hersteller an.

Das hatte nach Einschätzung der Kommission Erfolg. Die Ladegeräte von 90 Prozent der neuen Telefone, die Ende 2012 in den Handel kamen, seien untereinander austauschbar. Allerdings beruft sich die Kommission auf von der Branche selbst gemeldete Zahlen, und sie nennt Ende 2012 als Vergleichspunkt. Viele Bürger dürften ihr Gerät jedoch schon länger besitzen.

Der Branchenverband BITKOM teilte am Donnerstag mit: «Spätestens seit Ende 2011 werden von den Unterzeichnern der Vereinbarung einheitliche Ladegeräte ausgeliefert. Diese können für rund 90 Prozent der aktuellen Smartphones verwendet werden.»

Neues Durcheinander droht

Auf jeden Fall droht neues Durcheinander. Denn die Selbstverpflichtung lief im Dezember 2012 aus. Laut BITKOM hat die Branche zwar im europäischen Verband Digitaleurope vereinbart, «sich mit den technischen Normen für die nächste Gerätegeneration zu beschäftigen und diese auf den neuesten Stand zu bringen». Doch laut Kommission ist eine neue Selbstverpflichtung nicht in Sicht.

Das Problem ist nach Angaben der Kommission, dass die Firmen weiter nach technischen Lösungen etwa für kabelloses Aufladen suchen - und daher noch keinen neuen gemeinsamen Standard fixieren können oder wollen. Die Standards der früheren Selbstverpflichtung seien überholt.

(tafi/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel/Frankfurt - Seit heute besitzt ... mehr lesen
Die neue europäische Norm: Micro-USB Anschluss an einem Nokia-Smartphone.
Die professionelle SMS-Businesslösung
aspsms.com
Katharinengasse 10
9000 St. Gallen
Verkaufen Sie uns Ihr Handy, Tablet oder iPod
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
«Die Telecom-Anbieter veräppeln ihre Kunden» meint der Telecom-Experte Jean-Claude Frick.
«Die Telecom-Anbieter veräppeln ihre ...
Comparis-Umfrage bei Telecom-Providern  Die Betreiber des öffentlichen Verkehrs, Fitness-Studios und Anbieter diverser im Lockdown verbotener Veranstaltungen zeigen sich kulant und verlängern die Abos oder erstatten Geld zurück. Nicht so die Telecom-Provider: Wegen der Grenzschliessungen nicht nutzbare Roaming-Guthaben müssen sich die Kunden ans Bein streichen. Einzig Salt erstattet den Kaufpreis für nicht verwendete Datenpakete zurück - aber nur auf Anfrage. «Die Telecom-Anbieter veräppeln ihre Kunden», kritisiert Comparis-Telecomexperte Jean-Claude Frick. Er fordert die Anbieter auf, flächendeckend Roaming-Guthaben zu erstatten. mehr lesen 
Publinews Datenschutzkonforme Lösung für Restaurants  St. Gallen - Wer künftig ein Restaurant besucht, muss Name, Vorname und Telefonnummer hinterlegen. Mit quickreg.ch stellt ASPSMS ... mehr lesen  
Einfache Zutrittserfassung für Gastronomen via dem Handy der Kunden.
Best of Swiss Apps 2018
Bestenliste 2018  Analog zur Bestenliste im Rahmen der «Best of Swiss Web Awards» gibt es auch für «Best of Swiss ... mehr lesen  
Neue Domainendung am Start  Wir bieten wunderbare neue Möglichkeiten für innovative Startups und etablierte Applikationsanbieter im In- und Ausland. Attraktive deinname.app Domains können nun ab sofort für ... mehr lesen
.app Domains jetzt registrieren
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 10°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 11°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 9°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 8°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 10°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 13°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 17°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten