Daten für Mobile Advertising laut Experten noch nicht «smart» genug
User-Mehrheit: Mobile Werbung stört Privatsphäre
publiziert: Montag, 30. Jun 2014 / 18:35 Uhr / aktualisiert: Montag, 30. Jun 2014 / 21:19 Uhr
Personalisierte Online-Werbung erreicht z.B. auf Tablets noch nicht die richtigen Leute.
Personalisierte Online-Werbung erreicht z.B. auf Tablets noch nicht die richtigen Leute.

London - Mobile Werbung wird von mehr als drei Viertel der Smartphone-Nutzer als Eingriff in die Privatsphäre angesehen. Das ergab eine globale Studie der internationalen digitalen Werbeagentur Razorfish.

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Die Studie machte es sich zur Aufgabe, das mobile Kaufverhalten der sogenannten Millennials (Generation Y) - also Menschen, die um die Jahrtausendwende Teenager waren - mit dem der Generation X (der Babyboomer-Generation) zu vergleichen.

Kunden-Kaufprozess muss durchschaut werden

1500 Personen aus den USA, Grossbritannien, China und Brasilien nahmen an der Befragung teil. 77 Prozent der interviewten Personen meinten, dass es sich um einen Eingriff in die Privatsphäre handelt, wenn sie zielgerichtete Werbung auf ihrem Smartphone erhalten. «Die Marketing-Agenturen stehen beim Mobile Marketing erst am Anfang der Entwicklung», meint dazu Grant Owens, Initiator der Studie.

Noch sind die Daten nicht smart genug, meint Owens. So kommt es zum Beispiel beim Retargeting oft vor, dass Konsumenten mit Produktwerbung belästigt werden, die sie schon längst online erworben haben. Agenturen müssen also versuchen, dass die Daten den Kaufprozess ihrer Kunden besser verstehen lernen. Owen beschreibt dies als «dumme Daten». Es wird, laut Owen, also noch einige Zeit dauern, um die Daten «smart» zu machen.

Chinesen sind Early Adopters

Die Studie fand auch heraus, dass über die Hälfte aller Millennials (55%) frühzeitige Anwender von neuer Technologie sind. Vor allem Chinesen sind sehr stolz darauf «Early Adopters» zu sein. 60 Prozent der Befragten aus dem Reich der Mitte gaben an, als Erste neue Technologien in ihrem Freundeskreis vorgestellt zu haben (USA 33%, UK 32%, Brasilien 38%). Millennials wollen auch, wenn möglich, ihre Käufe online tätigen. 80 Prozent der Generation Y sagten nach einer schlechten digitalen Erfahrung mit einer Marke aus, diese in weiterer Folge zu umgehen.

Für die Generation Y ist, im Gegensatz zur Generation X, das Smartphone das wichtigste Einkaufstool (56%). Über drei Viertel der Millennials (78%) meinen auch, dass eine schlecht gemachte Website ein schlechtes Licht auf die Marke wirft. 69 Prozent der Generation X sind in diesem Punkt der gleichen Meinung.

 

 

(fest/pte)

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