«Indoor Pollution»
UpSens Gerät prüft Innenräume auf Emissionen
publiziert: Freitag, 20. Mai 2016 / 23:35 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Mai 2016 / 09:23 Uhr

Das in Trento beheimatete Start-up UpSens hat eine mobile Vorrichtung zur Messung von Emissionen in Innenräumen, sogenannter «Indoor Pollution», vorgestellt.

Mithilfe der gleichnamigen, derzeit noch in Vorbereitung befindlichen App können Elektrosmog und andere gesundheitsschädliche Emissionen in Innenräumen kostengünstig ermittelt werden.

Elektrowellen, Schwebstoffe und Co

Das Gerät besteht aus einem mit einem Touchscreen ausgestatteten Hauptmodul und einem je nach Verwendungsart austauschbaren Nebenmodul. Zur Verfügung stehen die Bauvarianten «Wave», «Air» und «AirPlus». «Wertbestimmender Bestandteil ist der von uns entwickelte Sensor», erklärte Firmenchef Alfredo Maglione. Durch die Verwendung von «Wave» und «Air» lassen sich neben Raumtemperatur und Feuchtigkeit gesundheitsschädliche Emissionen wie Elektrowellen, Schwebstoffe und Kohlenmonoxid in Echtzeit ermitteln. Mit den geplanten Bauvarianten «Dust» und «Rad» wird bald auch die Messung von Feinstaub und Strahlungen hinzukommen.

«Unser Ziel ist aber nicht nur die für den Normalverbraucher gedachte Bereitstellung von Messwerten, sondern auch die Lieferung von Anhaltspunkten, die eine Verbesserung einer für ihn nachteiligen Umweltsituation ermöglichen», meint der Manager. Als Beispiele nennt er den Austausch eines WLan-Anschlusses oder einer Mikrowelle gegen ein weniger invasives Produkt. Hinter der Technik steht die aus der Fondazione Bruno Kessler als Spinoff hervorgegangene Muttergesellschaft Optoi Microelectronics, die auf mehr als 20-jährige Erfahrung in der Sensortechnik zurückblicken kann. Als Einsatzorte von UpSens kommen neben Wohnhäusern auch Schulen, Büros und Hotels infrage.

Innovative Projekte in der Pipeline

Maglione ist gedanklich schon weiter. Auf dem Plan stehen die Anwendungen «Fruit», «Water», «Skin» und «Wine». Zur Durchführung wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet worden, die 300'000 Euro an frischen Mitteln einbringen soll. Das Gerät soll einschliesslich Service-Paket bis Ende des Jahres zum Kundenpreis von 159 Euro in den Handel kommen.

(kjc/pte)

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