Unterschriftensammlung für Antennenmoratorium abgebrochen
publiziert: Dienstag, 24. Jun 2003 / 11:15 Uhr

Bern - Die im März 2002 lancierte eidg. Volksinitiative Moratorium für Mobilfunkantennen kommt nicht zu Stande. Das Initiativkomitee hat die Unterschriftensammlung abgebrochen, wie es in einem Communiqué mitteilte.

Antennenmoritorium kommt nicht zustande.
Antennenmoritorium kommt nicht zustande.
Es sei nicht gelungen, die notwendige Organisation aufzubauen, um mit hoher Wahrscheinlichkeit das Sammelziel noch zu erreichen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die gesammelten Unterschriften sollen nun als Petition an den Bundesrat eingereicht werden.

Das Scheitern der Initiative hatte sich abgezeichnet. Anfang April 2003 hatte das Komitee erst 30 000 von 100 000 nötigen Unterschriften beisammen. Die Frist für die Einreichung der Initiative wäre Mitte September abgelaufen.

Das Initiativkomitee nennt zwei Gründe für den Abbruch der Sammeltätigkeit: Erstens habe sich die Hoffnung als Illusion erwiesen, man könne auf elektronischem Weg viele Unterschriften sammeln. Zweitens hätten aus finanziellen und personellen Gründen nicht genügend Sammlungen auf der Strasse organisiert werden können.

Die Initiative sah vor, den Ausbau von Mobilfunkantennen in der Schweiz so lange zu unterbrechen, bis das Parlament überzeugt gewesen wäre, dass ihre Strahlen für den Menschen unbedenklich sind. Während des Moratoriums sollte erforscht werden, wie sich die beim Mobilfunk verwendete Technik auf Mensch und Umwelt auswirkt.

(bsk/sda)

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