Hitachi baut schnellsten Fahrstuhl der Welt
«Ultra-High-Speed»-Lift erreicht 72 km/h
publiziert: Mittwoch, 23. Apr 2014 / 15:41 Uhr
Der Lift soll die 95 Stockwerke des CTF Finance Centres in Guangzhou in knapp 43 Sekunden bewältigen.
Der Lift soll die 95 Stockwerke des CTF Finance Centres in Guangzhou in knapp 43 Sekunden bewältigen.

Tokio/Guangzhou - Der japanische Elektrotechnik- und Maschinenbaukonzern Hitachi hat angekündigt, den schnellsten Lift der Welt bauen zu wollen.

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Laut Angaben des global agierenden Unternehmens soll der neue «Ultra-High-Speed»-Fahrstuhl nach seiner Fertigstellung Personen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1200 Metern pro Minute - das entspricht umgerechnet 72 Stundenkilometern - in luftige Höhen befördern. Geplanter Errichtungsort ist das «CTF Finance Centre», ein 530 Meter hoher Wolkenkratzer, der gegenwärtig in der südchinesischen Stadt Guangzhou aus dem Boden gestampft wird. Als voraussichtlicher Fertigstellungstermin wird das Jahr 2016 angegeben.

«Mit dem neuen Fahrstuhl reagiert Hitachi auf den zunehmenden Trend von immer grösseren und höheren Gebäuden der vergangenen Jahre», heisst es vonseiten des japanischen Konzerns. Dieser habe schliesslich schon 1968 den schnellsten Lift Japans entwickelt, der zur damaligen Zeit bereits eine Geschwindigkeit von rund 300 Metern pro Minute erreichen konnte. Mit dem geplanten «Super-Lift» wolle man nun aber in eine völlig neue Dimension vorstossen. «Dieser Fahrstuhl wird mir 1200 Metern pro Minute nicht nur den Speed erreichen, um den bisherigen Geschwindigkeitsrekord zu brechen, sondern Passagieren auch einen vollkommen sicheren und bequemen Transport garantieren», betont Hitachi.

Sicherheits- und Support-Features

Um dieses Versprechen einhalten zu können, haben die hauseigenen Ingenieure dem neuen Hightech-Fahrstuhl gleich eine ganze Reihe von nützlichen Sicherheits- und Support-Features verpasst. So sorgt etwa ein spezielles extrem hitzeresistentes Bremssystem dafür, dass der Lift nach seiner rasanten Fahrt besonders sanft abgebremst wird. Zusätzlich wird äusserst sensible Sensortechnik in jeder der Ecken des Lifts verbaut, die Unebenheiten und seitliche Schwankungen der Führungsschienen im Fahrstuhlschacht erkennen und ausgleichen soll.

Auch für das bekannte Taubheitsgefühl, das bei einigen Menschen auftreten kann, wenn bei einer schnellen Fahrt mit einem Lift innerhalb kurzer Zeit eine grosse Zahl von Höhenmetern überwunden werden, hat sich Hitachi etwas einfallen lassen: «Wir haben eine eigene Technologie zur Anpassung des Luftdrucks entwickelt, die die Veränderung des Drucks in der Fahrstuhlkabine reduziert, die bei schnellen und langen Vertikalbewegungen ein Problem sein kann.»

In 43 Sekunden in den 95. Stock

Läuft alles nach Plan, wird der neue «Super-Fahrstuhl» die Besucher des CTF Finance Centres in Guangzhou in knapp 43 Sekunden von dem ersten in den 95. Stock befördern können. Damit wäre die Entwicklung von Hitachi tatsächlich der klare Rekordhalter im Speed-Ranking der Wolkenkratzerlifte. Der derzeitige Rekord liegt in Taiwan, wo Passagiere im «Taipei 101 Buildung» ganze 37 Sekunden brauchen, um vom fünften in das 89. Stockwerk zu gelangen.

(bert/pte)

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