UMTS: Kundeninteresse noch gering
publiziert: Montag, 30. Jun 2003 / 17:14 Uhr

Während wir in der Schweiz immer noch auf den Vermarktungsstart der neuen UMTS-Netze warten, haben die Mobilfunkanbieter in einigen Nachbarländern bereits das neue Handy-Zeitalter eingeläutet.

Siemens UMTS-Handy (Studie).
Siemens UMTS-Handy (Studie).
Eines zeigen die ersten Erfahrungen schon jetzt: Die ursprünglich erwartete "Revolution" auf dem Mobilfunkmarkt ist ausgeblieben. Das Kundeninteresse ist bislang eher verhalten, die Angebote neuer Multimediadienste halten sich noch in Grenzen und ganz billig ist der Umstieg in die neue Handywelt auch nicht.

Mangelhafte Endgeräte

Nach wie vor bescheiden ist auch das Geräteangebot für UMTS. Die Hersteller liefern 3G-fähige Mobiltelefone derzeit nur zögerlich und zu zum Teil sehr hohen, für normale Kunden ohne besonderes technisches Interesse völlig unakzeptablen Preisen aus, denen es zudem an Features mangelt, die heut zu Tage bei jedem GSM-Mobiltelefon eine Selbstverständlichkeit sind.

Dazu kommt, dass die Technik noch nicht so läuft, wie es aus Kundensicht sicher wünschenswert wäre. So ist der Akkuverbrauch mit einem UMTS-Telefon, das im 3G-Netz eingebucht ist, ungleich höher als bei GSM. Die heute gewohnten Standby-Zeiten von bis zu einer Woche und mehr oder auch Gesprächszeiten von vier Stunden lassen sich im Moment noch nicht erzielen.

UMTS im Ausland: Vorreiter Österreich

Vorreiter in Sachen UMTS in Europa ist ohne Zweifel der Marktführer unter den österreichischen Mobilfunkern, A1/Mobilkom Austria. Schon im vergangenen Jahr konnten sich Endkunden, die ein entsprechendes Telefon zur Hand hatten, teilweise ins Netz einbuchen. Seit Ende April 2003 wird UMTS nun ganz regulär vermarktet.

Dabei hat sich A1 einen erbitterten Wettlauf mit der Hutchison-Whampoa-Tochter 3 geliefert, die ebenfalls angestrebt hatte, als erstes österreichisches Unternehmen 3G-Dienste anzubieten. 3 war letzten Endes etwas später dran und startete am 5. Mai.

Im Gegensatz zu A1, das schon seit Ende 1993 ein GSM-Netz betreibt und bei dem UMTS lediglich ein zusätzliches Angebot vor allem auch für Bestandskunden ist, fängt 3 bei Null an. Das will man durch neue Dienste wie die Videotelefonie kompensieren, doch der Erfolg bei den Kunden blieb bislang aus. Einen ersten Erfahrungsbericht zu 3 finden Sie zudem in unserem Editorial vom 15. Juni.

Vor kurzem hat 3 daher die Preise deutlich reduziert. Je nach gebuchtem Tarifpaket sind Telefonate alle österreichischen Netze nun schon rein rechnerisch ab 0,6 Rappen pro Minute zu haben. Je nach Tarif sind die Handys vom Typ NEC e606 und NEC e808 inzwischen kostenlos zu haben, wie auf der Homepage des Anbieters zu sehen ist. Der maximale Preis für die Geräte beträgt rund 860 Franken.

A1 verkauft das mit dem Motorola A830 baugleiche Siemens U10, verlangt aber für das aus heutiger Sicht recht globige Telefon, das zum Beispiel UMTS-Features wie Videotelefonie gar nicht unterstützt, umgerechnet knapp 1'200 Franken.

UMTS in Grossbrittanien und Italien

Das ist das Preisniveau, mit dem UMTS-Interessenten bis vor kurzem auch noch in Grossbritannien und Italien rechnen mussten. Der britische 3-Ableger, der neben den Geräten von NEC auch das Motorola-Handy anbietet, musste dank des bescheidenen Kundeninteresses aber ebenfalls reagieren und hat die Preise für Telefonie um bis zu 70 Prozent gesenkt. Handys sind - je nach Vertrag - seit kurzem auch kostenlos zu bekommen.

In italienischen Mobilfunkshops, in denen die NEC-Handys von 3 noch vor einem Monat für über 1'200 Franken über den Ladentisch gingen, entdeckten wir die Geräte inzwischen für etwa 790 Franken, wobei bei diesem Angebot schon Datentransfervolumen im Wert von 4,5 Franken inklusive war.

Nokia hat inzwischen mit der Auslieferung seines ersten UMTS-Handys 6650 begonnen. Kunden von A1 in Österreich und J-Phone in Japan kommen als erste in den Genuss des neuen Handys.

(Volker Schäfer/teltarif.ch)

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