Fitnessfans aufgepasst
Tragbare Technik ist eine Goldgrube
publiziert: Freitag, 16. Mai 2014 / 11:03 Uhr / aktualisiert: Freitag, 16. Mai 2014 / 12:23 Uhr

Mumbai - Start-ups, die tragbare Elektronik, sogenannte «Wearables», entwickeln, boomen derzeit in Indien und schicken sich an, den ganzen Weltmarkt zu erobern.

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Unter den Neuheiten sind ein Schuh, der mit dem Träger kommuniziert, ein Fitness-Armband, das mit einem Personal Trainer verbunden ist und ein Ring, der andere Geräte aktivieren kann.

Anzahl verbrannter Kalorien mitverfolgen

Unternehmer Vishal Gondal in Mumbai, früher Eigentümer von Indiagames, das er für 100 Mio. Dollar an Walt Disney verkauft hatte, steckte einen Teil des Erlöses in ein System, dessen Kernstück das Fitness-Armband «Goqii» ist.

Dieses überwacht die Anzahl verbrannter Kalorien, zurückgelegte Distanzen und den Schlaf-Rhythmus des Trägers. Aber nicht nur das, es verbindet sich auch mit einem Personal Trainer, der dann via Handy oder Video-Anruf Workout-Instruktionen gibt.

Gondal hat eine Kooperation mit dem indischen Online-Händler Snapdeal.com abgeschlossen und will halbjährliche und jährliche Preis-Pakete für 100 bis 165 Dollar anbieten. Bis Ende des Jahres sollen die Angebote weltweit verfügbar sein, wie der US-Sender CNBC berichtet.

Schuh, der den Weg zeigt

In Hyderabad haben die Ingenieure Krispian Lawrence and Anirudha Sharma von Ducere Technologies einen Smart-Schuh namens «Le Chal» entwickelt, der sich mit dem Smartphone via Bluetooth verbindet.

Man kann dem Schuh sagen, wohin man gehen will und er wird vibrieren, um einem die richtige Richtung anzuzeigen: Je näher der Träger dem Ziel ist, desto stärker fällt die Vibration aus.

Ausserdem ist ein Schrittzähler integriert, der einem anzeigt, wie viele Kalorien man auf einer Route verbraucht. Und Ingenieur N. Rohildev hat einen Ring für den Daumen enwickelt, der Handy-Anrufe abheben, Musiklisten kontrollieren sowie andere Geräte steuern kann.

Google unter den Investoren

Unterstützt werden die Firmen vor allem durch Crowdfunding und Investoren - im Fall von Goqii sogar Firmen wie Google. Laut Consultingfirma IDTechEx sollen die Ausgaben für Wearables weltweit von 14 Mrd. Dollar auf 70 Mrd. in 2024 ansteigen.

Vor allem in Indien, wenn man nach einer Studie von Accenture geht. Danach hätten 80 Prozent der Inder gerne Geräte mit Fitness-Monitoren, 76 Prozent wollen Smart-Watches und 74 Prozent Smart-Brillen.

(awe/pte)

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Letztendlich soll eine völlige Verschmelzung von Stoff und Elektronik erreicht werden.
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