Toyota Winglet: Nie mehr zu Fuss gehen
publiziert: Sonntag, 3. Aug 2008 / 18:01 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 3. Aug 2008 / 18:25 Uhr

Tokio/Jinan - Die Toyota Motor Corporation hat gestern, Freitag, die Entwicklung des Transportassistenz-Roboters «Winglet» bekannt gegeben. Es handelt sich um ein zweirädriges Elektrogefährt, auf dem Nutzer stehend durch die Stadt flitzen können.

Die kompakten Winglets sind deutlich leichter als die Elektroroller des US-Anbieters Segway.
Die kompakten Winglets sind deutlich leichter als die Elektroroller des US-Anbieters Segway.
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Toyotas Wiglet

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Lediglich 12,3 Kilo bringen die Winglets in den Grössen Medium und Large laut Toyota auf die Waage, gar nur 9,9 Kilogramm die kleinste Variante. Das ist ein Bruchteil der rund 50 Kilo, welche aktuelle Elektroroller des US-Anbieters Segway wiegen.

Die Toyota-Fahrzeuge präsentieren sich zudem deutlich kompakter, der Korpus hat mit 26,5 mal 46,4 Zentimetern eine Fläche in etwa der Grösse eines A3-Blattes Papier.

Mit einer Spitzengeschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde sind die Winglets besonders fussgängerfreundlich, aber nicht so schnell wie Segways. Dafür stellt Toyota lediglich eine Stunde Ladezeit für eine komplette Akkufüllung in Aussicht.

Eine Vorwärts-, Rückwärts- oder Drehbewegung wird bei Winglets durch Gewichtsverlagerung erreicht. Während der Fahrt überwachen interne Sensoren die Position des Nutzers, um durch laufende Anpassungen für Stabilität zu sorgen. Mit den drei unterschiedlich hohen Modellen will Toyota den Anforderungen verschiedener Nutzer gerecht werden.

Noch kein Termin für Markteinführung

Noch ist Toyotas Winglet in Entwicklung, im Herbst dieses Jahres sind erste grössere Feldtests unter anderem am Central Japan International Airport nahe Nagoya geplant, weitere sollen 2009 ebenfalls in Japan folgen. Der genaue Zeitpunkt der Markteinführung wird auch von den Reaktionen von Nutzern und Nicht-Nutzern bei diesen Tests abhängig sein.

Dass Toyota auf ein kompaktes Elektro-Zweirad für den Individualverkehr setzt, ist kaum verwunderlich. Denn international gibt der Erfolg dem von Segway schon 2001 vorgestellten Konzept recht. Neben Privatnutzern gibt es dem Unternehmen zufolge mittlerweile weltweit über 750 Kunden aus den Bereichen Polizei und Sicherheit, unter anderem in China.

Die staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua hat Anfang Juli dieses Jahres von einer Anti-Terror-Übung der chinesischen Sicherheitskräfte in der Hauptstadt der Provinz Shandong berichtet, bei der Polizisten auf Segways in den Einsatz rollten. Die Zweiräder könnten auch während der Olympischen Spiele eingesetzt werden.

(bert/pte)

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