Texteingabe per Kopfnicken
publiziert: Samstag, 20. Okt 2007 / 08:16 Uhr

Tokio - Das japanische Unternehmen Actbrise hat ein berührungsloses Computersteuerungssystem vorgestellt. Besonderer Clou dabei: Ein um den Kopf geschnallter Bewegungssensor überträgt die Kopfbewegungen als Befehle direkt an die Eingabegeräte.

Ob das berührungsloses Computersteuerungssystem  auch ausserhalb Japans erscheinen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.
Ob das berührungsloses Computersteuerungssystem auch ausserhalb Japans erscheinen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.
Der User kann so zum Beispiel von einer PC-Anwendung zu einer anderen wechseln, durch mehrere Bildschirmfenster schalten oder einen Text eintippen. Die Tastatur liegt dabei nicht vor dem Anwender, sondern hängt über dem PC. Durch diese Art der Steuerung soll es auch körperbehinderten Menschen ermöglicht werden einen Computer zu bedienen.

Der Maus- und der Tastatur-Modus

Das präsentierte System verfügt über zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Befehlseingabe: den Maus- und den Tastatur-Modus. Im Maus-Modus wird der Mauszeiger über einen Kipp-Sensor bewegt. Will man zum Beispiel den Mauszeiger auf dem Bildschirm wandern lassen, muss man nur den Kopf in die entsprechende Richtung bewegen. Wird die Bewegung für länger als zwei Sekunden unterbrochen, wird dies als Klick auf die linke Maustaste interpretiert.

Im Tastatur-Modus leuchtet auf dem Buchstabenfeld eine LED auf, die dem User anzeigt, wo die Kopfsteuerung gerade stehen geblieben ist. Je nachdem, welcher Buchstabe benötigt wird, kann der Kopf dann weiter vor oder zurück bewegt werden. Die Eingabe erfolgt dann, wenn der Kopf zwei Sekunden unbewegt bleibt. Zur Korrektur von Eingabefehlern steht auch eine Löschtaste zur Verfügung, die ebenfalls per Kopfbewegung ansteuerbar ist.

Nicht ganz billig

Das Steuerungssystem kann per USB an jeden Computer angeschlossen werden. Der veranschlagte Preis von 1.800 Euro fällt allerdings recht hoch aus. Ob das System auch ausserhalb Japans erscheinen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Wer sich über alternative Hilfsmittel informieren will, dem empfiehlt das Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz die sogenannte Handynet-Datenbank. Auf dieser findet sich eine Auflistung von technischen Geräten, aber auch Beratungseinrichtungen, die körperlich behinderten Menschen das tägliche Leben erleichtern können. Wie das Ministerium mitteilte, wird die Datenbank ständig aktualisiert.

(dl/pte)

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