Symbian ist vollständig quelloffen
publiziert: Sonntag, 7. Feb 2010 / 21:56 Uhr

San Francisco/London - Die Symbian Foundation hat bekannt gegeben, dass Symbian ab sofort komplett quelloffen zur Verfügung steht.

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Entwickler können nun völlig frei und kostenlos mit der Symbian-Plattform arbeiten. (Symbolbild)
Entwickler können nun völlig frei und kostenlos mit der Symbian-Plattform arbeiten. (Symbolbild)
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Damit ist der Mitte 2008 begonnene Weg des ehemals proprietären Smartphone-Betriebssystems hin zur Open-Source-Plattform vier Monate früher als ursprünglich geplant abgeschlossen.

Die neue Offenheit soll ein höheres Innovationspotenzial und kürzere Produkteinführungszeiten bedeuten. «Die Entwicklergemeinde hat nun die Möglichkeit, die Zukunft der Handy-Industrie zu formen. Das wird zu schnellerer, globaler Innovation führen», sagt Lee Williams, Executive Director der Symbian Foundation.

Offenheit und Transparenz

Entwickler können nun völlig frei und kostenlos mit der Symbian-Plattform arbeiten.Gleichzeitig mit der endgültigen Öffnung des Betriebssystems verspricht die Symbian Foundation auch völlige Transparenz bezüglich der weiteren Pläne für Symbian. Dazu zählt die Veröffentlichung einer Plattform-Roadmap und geplanter Features bis inklusive 2011. Diese Pläne könne nun jeder beeinflussen und neue Features beisteuern, so die Symbian Foundation.

Der Open-Source-Schritt ist ein wichtiger Schritt im Kampf um Smartphone-Marktanteile. In den letzten Jahren hatte der Branchenprimus Symbian immer weiter Boden speziell an das iPhone mit seinem Betriebssystem sowie Android verloren. «Es wird immer wichtiger, dass Smartphone-Plattformen Entwicklern etwas Besonderes bieten», meint IDC-Analyst John Delaney. Der Übergang in die Quelloffenheit der verbreitetsten Plattform erfülle dieses Kriterium. «Es wird spannend sein zu sehen, wo das die Industrie hinführt», so Delaney.

Breite Unterstützung

Im Juni 2008 hatte Nokia die Komplettübernahme von Symbian Ltd. angekündigt, um das gleichnamige Betriebssystem in die Symbian Foundation einzubringen. Der Stiftung, die rund ein Jahr später den ersten Open-Source-Schritt gewagt hat, gehört neben Nokia ein breites Spektrum an Industriegrössen an, darunter Handy-Hersteller wie Samsung und Sony Ericsson, Mobilfunker wie NTT DoCoMo und Vodafone sowie die Chiphersteller Qualcomm und Texas Instruments.

Ab heute stehen alle 108 Software-Pakete der Symbian-Plattform quelloffen zur Verfügung. Zusätzlich werden passende Software- und Geräteentwicklertools angeboten, um die Entwicklung auch für die aktuellste Betriebssystem-Version Symbian^3 zu unterstützen. Damit ist das laut Symbian Foundation grösste Open-Source-Migrationsprojekt der Software-Geschichte abgeschlossen.

(zel/pte)

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