Swisscom bleibt unter den Erwartungen
publiziert: Mittwoch, 9. Mai 2007 / 08:09 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 9. Mai 2007 / 10:14 Uhr

Bern - Die Swisscom hat im ersten Quartal 2007 praktisch gleich viel umgesetzt und verdient wie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte auf 2,376 Mrd. Franken. Der Reingewinn belief sich auf 461 Mio. Franken. Das ist 1 Mio. Fr. mehr als vor einem Jahr.

Das geschrumpfte Betriebsergebnis sei unter anderem eine Folge der harten Konkurrenz.
Das geschrumpfte Betriebsergebnis sei unter anderem eine Folge der harten Konkurrenz.
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Allerdings schrumpfte das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) um 6,4 Prozent auf 968 Mio. Franken, wie der Telekom-Konzern bekannt gab.

Dies sei unter anderem eine Folge der harten Konkurrenz, des Preiskampfes und der Einführung von neuen Produkten wie Bluewin TV oder den Aufbau eigener Stadtnetze in Osteuropa.

Damit lag die Swisscom unter den Erwartungen von Analysten. Diese hatten laut der Nachrichtenagentur Reuters mit einem Umsatz von 2,39 Mrd. und einem EBITDA von 998 Mio. Fr. gerechnet. Unter dem Strich war ein Reingewinn von 482 Mio. Fr. erwartet worden.

Rückläufiges Festnetz

Im Festnetz litt die Swisscom erneut unter der Konkurrenz durch die TV-Kabelnetzbetreiber, allen voran die Cablecom, und dem Ersatz von Festnetztelefonen durch Handys. Die Zahl der Anschlüsse ging um 2,2 Prozent auf 3,727 Millionen zurück, trotz des Booms beim Breitbandinternet-Anschlüssen (+20,6%). Der Umsatz im Festnetz sank um 7,2 Prozent auf 1,126 Mrd. Franken.

Überdies gab die Swisscom bekannt, dass der Sendeanlagenbetreiber Antenna Hungaria für 540 Mio. Fr. an den französischen Dienstleister für TV-Stationen, TDF, verkauft werden soll. Antenna Hungaria wird abgestossen, weil keine weiteren Sendeanlagenbetreiber in Osteuropa übernommen werden konnten.

Das Geld aus dem Antenna Hungaria-Verkauf werde für die Übernahme des italienischen Breitbandunternehmens Fastweb verwendet, für das die Swisscom rund 6 Mrd. Fr. aufwerfen will. Am Vortag sei die Frist für ein offizielles Konkurrenzangebot abgelaufen. Es sei aber immer noch möglich, dass doch noch ein Gegenangebot auftauche, sagte Schloter.

(bert/sda)

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