Swisscom-Festnetz schrumpft
publiziert: Mittwoch, 10. Aug 2005 / 08:44 Uhr

Bern - Die Swisscom hat im ersten Semester 2005 zwar weniger umgesetzt, aber klar mehr verdient. Geschäftsbereiche wie das Festnetz bekamen den harten Wettbewerb zu spüren.

Für das ganze Jahr erwartet Swisscom einen Umsatzrückgang auf unter 10 Mrd. Franken.
Für das ganze Jahr erwartet Swisscom einen Umsatzrückgang auf unter 10 Mrd. Franken.
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Der Umsatz ging gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 1,7 Prozent auf 4,912 Mrd. Fr. zurück. Der Reingewinn stieg dagegen um 47,4 Prozent auf 1,116 Mrd. Franken.

Dies ist deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten. Diese hatten im Durchschnitt einen Reingewinn von 992 Mio. Fr. vorausgesagt.

Höheres Nettofinanzergebnis

Der deutliche Anstieg des Reingewinns sei tieferen Abschreibungen und einem höheren Nettofinanzergebnis zu verdanken, teilte die Swisscom in einem Communiqué mit.

Zudem sei der Verlust des verkauften deutschen Mobilfunkbetreibers Debitel in Höhe von 241 Mio. Fr. weggefallen.

Festnetz geschrumpft

Die Geschäftsbereiche bekamen den harten Wettbewerb zu spüren. Im Festnetz sei der Umsatz um 2,7 Prozent auf 2,235 Mrd. Fr. geschrumpft. Die Zunahme bei den Anschlussgebühren als Folge des ADSL-Wachstums wurde durch die Umsatzrückgänge beim Verkehr überkompensiert.

Beim Mobilfunk habe vor allem die höhere Kundenzahl zu einer Umsatzzunahme von 1 Prozent auf 1,823 Mrd. Fr. geführt. Hart war der Preiskrieg namentlich in der Sparte Solutions, der eine Umsatzabbnahme von 11,7 Prozent hinnehmen musste. Deutlich mehr umgesetzt hat dagegen die Informtiktochter Swisscom IT Services.

Rückgang des Gesamtumsatzes

Der Rückgang des Gesamtumsatzes konnte nicht durch Kosteneinsparungen aufgefangen werden. Aus diesem Grunde habe der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Amortisationen und Abschreibungen (EBITDA) um 2 Prozent auf 2,199 Mrd. Fr. abgenommen.

Für das ganze Jahr 2005 erwartet die Swisscom wegen des Wettbewerbdrucks einen Umsatzrückgang von 10,057 Mrd. auf 9,6 Mrd. Franken. Das Betriebsergebnis EBITDA dürfte von 4,4 Mrd. auf 4,1 Mrd. Fr. schrumpfen.

(bsk/sda)

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