«iOptik» soll Smartphones ablösen
Superkontaktlinsen verleihen übernatürlichen Blick
publiziert: Donnerstag, 9. Jan 2014 / 15:28 Uhr
Linse im Einsatz: ungeahntes Scharfstellen wird möglich.
Linse im Einsatz: ungeahntes Scharfstellen wird möglich.

Las Vegas - Wenn es nach dem US-Start-up Innovega geht, könnten die zukünftigen Kontaktlinsen dem Träger bald übernatürliche Sehkräfte verleihen.

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Das Sehbehilfssystem besteht aus Kontaktlinsen und Augengläsern. Die Linsen ermöglichen einen verbesserten Fokus. Der Träger kann sowohl viel näher als auch viel weiter scharf sehen als mit dem natürlichen Auge. So ist es mit der Linse möglich, einen Finger so dicht vor das Auge zu halten, dass sich selbst die feinsten Fingerabdrücke erkennen lassen.

Umwandlung in 36-Zoll-Screen

Innovega hat seine Hightech-Linsen auf der morgen, Freitag, endenden Technologiemesse CES in Las Vegas der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Die stylischen Augengläser haben Mikroprozessoren eingebaut, die Bilder von Apps oder anderen Medien direkt auf die Glasoberfläche projizieren. Mit den Kontaktlinsen lassen sich dann diese Bilder, die direkt vor das Auge produziert werden, betrachten.

Mit der von Innovega patentierten «iOptik»-Technologie ist es laut dem Unternehmen möglich, die kleinen Vier-Zoll Smartphone-Displays für das Auge in 36-Zoll-Bildschirme zu verwandeln. «Es ist wie auf einen riesigen Flatscreen zu blicken, und dabei viel mehr zu sehen», meint ein Sprecher von Innovega im Gespräch mit dem US-amerikanischen Technologiemagazin Magazin Mashable.

Kampfansage gegen Google Glass

Das Unternehmen will vor allem Google Glass den Kampf ansagen. Das vom Internetgiganten entwickelte Produkt beinhaltet einen am Kopf getragenen Miniaturcomputer, der auf einem Brillenrahmen montiert ist und Informationen in das Sichtfeld des Users einblendet.

Dazu meint der Sprecher von Innovega: «Google Glass ist ungefähr so, als hätte man sein Smartphone etwa 60 Zentimeter weit vor sich. Das iOptik-System hat eine sechsmal bessere Auflösung und produziert 20-fach grössere Bilder.» Die nicht unbescheidene Vision des Unternehmens ist, dass ihre oder eine ähnliche Technologie eines Tages einmal die Smartphones als mobiles Interface ablösen wird.

(bert/pte)

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