Kein Verkaufsverbot
Streit um «iPad»: Proview in den USA abgeschmettert
publiziert: Donnerstag, 10. Mai 2012 / 13:40 Uhr
Das iPad darf weiter verkauft werden.
Das iPad darf weiter verkauft werden.

Im Streit um die iPad-Namensrechte für China ist die Firma Proview mit dem Versuch gescheitert, Apple mit einer zusätzlichen Klage in den USA weiter unter Druck zu setzen und den Verkauf des Tablets zu verbieten.

3 Meldungen im Zusammenhang
Ein Richter in Kalifornien schmetterte die Klage ab, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und das «Wall Street Journal» (WSJ) berichteten. Das Gericht folgte damit einem Antrag von Apple, der besagte, dass der Fall zunächst eine Klärung vor den Gerichten in Hong Kong bedarf. Ein erstes finanzielles Angebot zur Schlichtung des Streits seitens Apple hatte Proview vor einigen Tagen aufgrund der als zu gering erachteten Summe abgelehnt.

Apple hat es in dem Konflikt mit mehreren Proview-Unternehmen zu tun. Der US-Konzern hatte die weltweiten Rechte für den Namen iPad nach eigenen Angaben 2009 über die britische Mantelgesellschaft IP Applications Development von Proview Electronics aus Taiwan gekauft. Es ist auch die Firma, die in Kalifornien die nun abgelehnte Klage wegen Betrugs angestrengt hatte.

In China gibt die dortige Schwesterfirma Proview Shenzhen heute an, mit dem Geschäft von 2009 nichts zu tun gehabt zu haben. Deswegen seien die iPad-Namensrechte für China bis heute unter Proview Shenzhen registriert. Beide Unternehmen gehören der pleitegegangenen Proview International Holding in Hong Kong.

Streit muss in China ausgetragen werden

Der kalifornische Richter folgte der Auffassung von Apple, dass die Streitigkeiten gemäss dem damaligen Vertrag in Hong Kong und nicht in den USA ausgefochten werden müssten. Proview Electronics warf Apple vor, falsche Angaben unter anderem zum Verwendungszweck des Markenamens gemacht zu haben. Apple habe insgesamt 35 000 britische Pfund bezahlt. Proview hatte unter dem Namen IPAD zuvor einen Computer vorgestellt, der äusserlich an Apples erste iMacs erinnerte.

Apple sieht sich in dem Streit mächtigen chinesischen Banken gegenüber, die hinter Proview Shenzhen stehen, weil sie Forderungen in zweistelliger Millionen-Dollar-Höhe eintreiben wollen. Zu den Gläubigern gehören unter anderen die Bank of China und die Minsheng Bank.

Zuletzt machte Apple nach Angaben der Anwälte von Proview Shenzhen ein finanzielles Angebot, das die Chinesen jedoch zu niedrig fanden. Im April hatte das Staatliche Industrie- und Handelsamt Chinas dem chinesischen Unternehmen den Rücken gestärkt. Nach den Vorschriften sei Proview der rechtlich registrierte Besitzer der Marke iPad in China, hatte Vizeminister Fu Shuangjian öffentlich erklärt.

(Rita Deutschbein/teltarif.ch)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese egadgets.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Im Streit um die Namensrechte für das iPad in China soll Apple nach einem Zeitungsbericht 100 Millionen Yuan, umgerechnet 14 ... mehr lesen
Komplizierter Fall.
Bern - Apple kann den Verkauf des iPads in China vorerst fortsetzen, nachdem ein Gericht in Shanghai am Donnerstag die Klage ... mehr lesen
Streit um die Namensrechte in China.
Verkaufen Sie uns Ihr iPhone, iPad oder iPod
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Die Anzahl der betroffenen Geräte ist enorm.
Die Anzahl der betroffenen Geräte ist enorm.
WLAN-Patente verletzt  Das renommierte California Institute of Technology (Caltech) wirft dem Technologieriesen Apple vor, WLAN-Patente verletzt zu haben. In einer Klage, in der auch der Chip-Hersteller Broadcom beschuldigt wird, soll der Streit nun vor Gericht ausgefochten werden. mehr lesen 
Face4Job  Der junge italienische Hochschulabgänger Alessio Romeo hat mit Face4Job eine neue, als ... mehr lesen
«Britney Spears: American Dream»  Der Popstar mischt mit in der Welt der Apps mit. mehr lesen  
Alben werden für private und öffentliche Zwecke digitalisiert  Stanley - Die neue App «Clixta» will verhindern, dass antike Bilder in der Schublade ... mehr lesen
Die App-Begründer hoffen, dass einige antike Bilder auch der Öffentlichkeit freigeben werden.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich -2°C 3°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Basel -2°C 5°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen -3°C 3°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern -3°C 3°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Luzern -2°C 3°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Genf -1°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Nebel
Lugano 5°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten