Individueller Look und farbige Leuchtkraft
Sony Xperia U im Test
publiziert: Samstag, 9. Jun 2012 / 11:53 Uhr / aktualisiert: Samstag, 9. Jun 2012 / 12:14 Uhr

Das Sony Xperia U wurde Anfang dieses Jahres zusammen mit dem Xperia P auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt und mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 259 Euro in Deutschland eingeführt.

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Im Online-Handel ist das Gerät bereits ab rund 210 Euro erhältlich. Mit dem Xperia U ergänzt Sony seine neue NXT-Serie, angeführt von dem High-End-Modell Xperia S, um ein kompaktes Einsteiger-Smartphone. Die Besonderheit liegt hier im Design - eine transparente Leiste sorgt für farbige Beleuchtung und der austauschbare Bodendeckel für bunte Abwechslung. Nach einem ersten Eindruck in Barcelona konnten wir das Modell nun näher betrachten.

Mit Abmessungen von 112 mal 54 mal 12 Millimeter ist das Sony Xperia U das kompakteste Modell der NXT-Reihe und passt locker in jede Hosentasche. Durch die leicht abgerundeten Kanten der gummierten Oberfläche und einem Gewicht von nur 110 Gramm liegt das Gerät angenehm in der Hand. Beim Material setzt Sony auf matten Kunststoff. Die Verarbeitung lässt an der Einlassung der transparenten Leiste zu wünschen übrig. Hier schliesst die Leiste nicht genau mit dem Gehäuse ab, zudem wirkt das durchsichtige Material nicht besonders hochwertig. An dem gummierten Akkudeckel bleiben zudem deutlich hartnäckige Fingerabdrücke und Striemen haften. Der austauschbare Bodendeckel sitzt fest an der transparenten Leiste, gibt jedoch bei einem festeren Griff ein Quietschen von sich.

Ein besonderer Hingucker: Austauschbare Module und farbige Lichteffekte

Ein optisches Highlight setzt Sony mit den bunten austauschbaren Bodendeckeln. Diese Module sind bei der Gerätefarbe Schwarz in Pink und bei dem weissen Modell in Gelb zusätzlich im Lieferumfang enthalten. Die transparente Leiste bildet den Übergang zwischen Bodendeckel und Gehäuse und leuchtet in verschiedenen einstellbaren Farben passend zum Hintergrund-Design des Displays auf. Hier kann sich der Nutzer durch das Leuchtsignal über ankommende Anrufe informieren oder den täglichen Weckruf signalisieren lassen. Zusätzlich sollen sich die Lichteffekte des transparenten Elements farblich an die betrachteten Fotos aus der Galerie und die Musikcover anpassen. Im Test funktioniert die Farbanpassung auch bei eigenen Aufnahmen selbst bei schnellen Bildwechseln sehr gut und zügig. In die transparente Plexiglas-Leiste integrierte Sony die Funktionssymbole der obendrüber liegenden Touch-Buttons für Zurück, Home und Menü. Die Symbole sind jedoch nur schwach zu erkennen und besonders im beleuchteten Zustand kaum wahrnehmbar. Erfahrungsgemäss prägen sich jedoch die Positionen der einzelnen Tasten recht schnell ein.

Unter dem abnehmbaren Deckel befindet sich ein austauschbarer Akku mit 1290 mAh sowie ein SIM-Karten-Slot an der rechten Seite des Gehäuses. Weitere Schnittstellen sind mit der 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse an der Oberseite und einem Micro-USB-Port an der linken Seite zu finden.

Sony bewirbt sein Xperia U mit diversen Musikfeatures und einer top Klangqualität. Ob das Gerät als Musik-Handy taugt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Update auf Android 4.0 erst für das dritten Quartal angekündigt

Das 3,5 Zoll grosse TFT-Display löst 854 x 480 Pixel auf und bietet eine klare und kontrastreiche Darstellung. Leider läuft das Xperia U noch unter dem Betriebssystem 2.3.7 Gingerbread, jedoch plant Sony ein Update auf Ice Cream Sandwich im dritten Quartal dieses Jahres. Die Bedienung des Androiden läuft flüssig, Anwendungen öffnen sich ausreichend schnell und ohne nennenswerte Wartezeiten. Hierfür sorgt der für diese Preisklasse übliche 1 GHz Dual-Core Prozessor mit 512 RAM Arbeitsspeicher. Sofern mehrere Anwendungen im Parallelbetrieb laufen, kann es wie in unserem Test zu vereinzelten Aussetzern kommen. Für die mobile Datenübertragung kommt HSPA und WLAN zum Einsatz und ermöglicht, je nach vorhandener Netzqualität, schnelles und ruckelfreies Surfen im Internet. Je nach Nutzung reicht der Akku für einen ganzen Tag aus, wird das Handy abends nicht an die Steckdose angeschlossen, ist am nächsten Tag noch etwas zeitlicher Spielraum.

In dem Sony Xperia U ist ein interner Speicher von 8 GB verbaut. Effektiv nutzbar sind leider nur bis zu 4 GB, zudem ist eine Speichererweiterung mittels microSD-Karte nicht vorgesehen. Lädt man jedoch seine gesammelten Musikstücke auf das als Musik-Smartphone angepriesene Gerät und erfreut sich zusätzlich der ein oder anderen installierten App sowie Schnappschüssen oder aufgenommenen Videos, könnte es auf dem internen Speicher schnell eng werden. Hier wäre ein Speicherkartenslot wünschenswert gewesen.

xLoud und 3D-Surround-Sound: Musikqualität überzeugt

Sony hat dem Xperia U das ein oder andere Musikfeature aus dem eigenen Haus spendiert. So ist eine Schnittstelle zu dem Musikdienst Sony Unlimited im mp3-Player integriert und die Anwendung TrackID zur Musikwieder­erkennung vorinstalliert. Das UKW-Radio kann über eine separate App aufgerufen werden. Wer beim Musik-Hören weitere Informationen über ein bestimmtes Lied erhalten möchte, findet weitere Verweise auf eine Interpreten­suche bei Wikipedia, die Google-Suche nach dem Songtext oder auf das Musikvideo bei Youtube. Zudem kann direkt auf den Onlineshop PlayNow, natürlich von Sony, zugegriffen werden.

Die Klangqualität ist über die beiliegenden Kopfhörer überzeugend und selbst der Lautsprecher bietet eine ausreichende Lautstärke, so dass kein weiteres Wiedergabe-Gerät von Nöten ist. Auch die Sprachqualität bei der mobilen Telefonie weist keine Schwächen auf.

Mittelklasse-Kamera und Mobile Bravia Engine für verbesserte Bildqualität

Die Handy-Kamera reicht mit ihren 5 Megapixel, LED-Blitz und Autofokus nur für gelegentliche Schnappschüsse aus. Die Bildqualität bewegt sich eher im Mittelfeld, da die aufgenommenen Fotos wenig Kontrast und Schärfe aufweisen. Hier gilt: Je schlechter die Beleuchtung, desto mehr wird die Bildqualität in Mitleidenschaft gezogen.

Ein schönes Feature ist das Schwenk-Panorama für besonders breite Fotos, welches auch in 3D-Optik genutzt werden kann. Für die Wiedergabe der 3D-Aufnahmen muss auf ein 3D-fähiges Gerät ausgewichen werden, das Sony Xperia U ist hierzu nicht in der Lage. Neben der Front-Kamera mit VGA-Auflösung können Videoaufnahmen in HD-Qualität (720p) aufgenommen werden. Wer nicht lange das Kamera-Symbol im Menü suchen möchte, kann den Modus über die Auslöser-Taste an der rechten Seite starten. Nach wenigen Sekunden ist die Kamera schussbereit. Der Auslöser muss jedoch stark heruntergedrückt werden, um ein Foto aufzunehmen.

Für eine verbesserte Bildqualität bei Fotos und Videos setzt Sony auch im Xperia U auf seine Bravia-Technologie, welche in den Display-Einstellungen manuell ein- und ausgeschaltet werden kann. Ein Vergleich von Bildern in beiden Modi zeigt, dass bei eingeschalteter Mobile Bravia Engine die Aufnahmen etwas schärfer sind und die Farben satter dargestellt werden.

Eine nützliche Funktion verbirgt sich im Menü des Ausschalt-Knopfes. Hier kann neben dem Lautlos- und Flugmodus auch direkt ein Bildschirm-Foto des aktuellen Displays erstellt werden.

Fazit: Solides Einsteiger-Smartphone im individuellen Design

Mit dem Xperia U ist Sony ein solides Einsteiger-Smartphone der NXT-Serie mit kleineren Schwächen gelungen. Der Funktionsumfang beschränkt sich auf die Standardausstattung. Die austauschbaren Module in den knalligen Farben Gelb und Pink verleihen dem Gerät in Kombination mit den bunten Lichteffekten der transparenten Leiste einen jugendlichen Charme. Mit dem Update auf Android 4.0 wird das Sony Xperia U zu einem preislich attraktiven Gerät mit netten vorinstallierten Musik-Features. Vor allem die fehlende Speichererweiterung sowie der geringe interne Speicher von knapp 4 GB könnten bei der Nutzung zum Ärgernis führen.

(Paulina Gesikowski/teltarif.ch)

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