Hilfe in entlegenen Regionen
Smartphone ermöglicht Sehtests bei Kindern
publiziert: Dienstag, 4. Feb 2014 / 08:48 Uhr
Der Sehtest könnte vor allem in entlegenen Regionen eine Hilfe sein.(Symbolbild)
Der Sehtest könnte vor allem in entlegenen Regionen eine Hilfe sein.(Symbolbild)

London - Einen «Optiker für die Jackentasche» bestehend aus einem modifizierten Smartphone werden Lehrer in Kenia als Teil einer Studie zur Feststellung von Augenproblemen einsetzen.

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Beim Einsatz mit älteren Menschen hat das «Portable Eye Examination Kit» (Peek) bereits gute Ergebnisse erzielt. Mehr als 1000 Menschen erhielten in der Folge eine Behandlung.

Blitz leuchtet Netzhaut an

Laut den Wissenschaftlern der London School of Hygiene and Tropical Medicine könnte die Behandlung der Kinder verhindern, dass sie in der Schule nicht mithalten können. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind derzeit 285 Mio. Menschen blind oder sehbehindert. Das grösste Problem bei Kindern ist, dass sie schlecht sehen. Das bedeutet, dass sie Brillen brauchen würden.

In vielen Teilen der Welt gibt es jedoch viel zu wenige Menschen, die in der Lage sind einen Augentest durchzuführen. Das gilt vor allem für Regionen, die von grösseren Städten weit entfernt sind. Acht Lehrer werden in Kitale, einer der benachteiligsten Regionen des Landes, für den Einsatz von Peek ausgebildet.

Die App nutzt sich verkleinernde Buchstaben, die auf dem Bildschirm erscheinen als einfachen Sehtest. Mit dem Blitz der Kamera wird die Netzhaut angeleuchtet und damit eine Untersuchung ermöglicht. Die Daten der Patienten werden auf dem Telefon gespeichert. Die Ergebnisse können dann an Ärzte weitergeleitet werden.

Besser sehen - mehr leisten

Die Tests werden an zehn Schulen anfangen und später auch in benachbarten Regionen durchgeführt. Andrew Bastawrous, einer der Entwickler von Peek, zufolge schneiden viele Kinder in der Schule aufgrund von nicht diagnostizierten Augenproblemen schlechter ab. Wird ihre Fehlsichtigkeit korrigiert, haben sie viel mehr Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten zu nutzen.

«Derzeit gehen die wenigen Spezialisten an die Schulen, um die Kinder zu untersuchen. Damit fehlen sie aber im Krankenhaus, wo sie am dringendsten benötigt werden. So steigt der Druck auch in diesen Einrichtungen», weiss Bastawrous. Kinder mit Augenproblemen werden an die Kitale Eye Unit für eine weitere Untersuchung und Behandlung weitergeleitet.

Die Tests zum Einsatz von Peek bei Erwachsenen laufen derzeit noch. Die ersten Ergebnisse legen jedoch nahe, dass die App Sehprobleme erkennbar machen kann. Die Studie wird von der International Agency for the Prevention of Blindness und dem Finanzdienstleister Standard Chartered finanziert.

(ig/pte)

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