Per Smartphone interagieren
Smart Glasses helfen schüchternen Studenten
publiziert: Mittwoch, 19. Jun 2013 / 23:09 Uhr
AR-Brille lässt Lehrende und Lernende per Smartphone interagieren. (Symbolbild)
AR-Brille lässt Lehrende und Lernende per Smartphone interagieren. (Symbolbild)

Madrid - Computerwissenschaftler der Universität Carlos III zu Madrid haben ein neuartiges Konzept für tragbare Augmented-Reality-Brillen (AR) entwickelt, das ein bekanntes Problem bei Schülern und Studenten ausmerzen soll: Schüchternheit.

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Kern der Idee sind sogenannte «Smart Glasses», die Lehrenden und Lernenden die Möglichkeit bieten, schnell und unkompliziert miteinander interagieren zu können. Studierende können demnach Smartphones nutzen, um ihrem Professor Nachrichten auf dessen AR-Brille zu schicken, ohne sich vor der gesamten Klasse blamieren zu müssen. Dieser erkennt sofort, ob jemand eine Lektion verstanden hat oder nicht und kann so den Unterricht insgesamt effektiver gestalten.

«Das Konzept, das wir entwickelt haben, wird dabei helfen, das Problem von Schüchternheit und der Angst, vor der ganzen Klasse sprechen zu müssen, das viele Studenten haben, zu überwinden», zitiert LiveScience den Computerwissenschaftler Ignacio Aedo, der als Mitarbeiter beim spannenden Projekt fungiert. Dem Forscher zufolge könnte dadurch der Unterricht generell revolutioniert werden: «Dieses System wird mithelfen, dass Lehrveranstaltungen und Unterrichtseinheiten deutlich effizienter werden. Denn dadurch, dass die Professoren kontinuierlich ein besseres Feedback einholen, können sie ihre weiteren Unterrichtsinhalte immer an den jeweiligen aktuellen Wissensstand ihrer Studenten anpassen.»

Positiver Testlauf

Im Zuge eines ersten Testlaufs der innovativen Technologie an der spanischen Universität zeigten sich sowohl der Lehrkörper als auch die Studierenden positiv angetan von den neuen Möglichkeiten. So wurde ein Professor der Computerwissenschaften kurzerhand zum Versuchskaninchen erkoren: 15 Minuten lang hielt er seine Vorlesung vor insgesamt elf Studenten und hatte dabei die AR-Brille auf der Nase. Über deren Display wurde ihm nicht nur angezeigt, ob ein Zuhörer den vermittelten Stoff verstanden hat oder nicht - ersichtlich durch eine grüne bzw. rote Markierung über dem Kopf der betreffenden Person. Zudem wird eine Echtzeit-Statistik eingeblendet, die ihn über die generelle Wissenslage der gesamten Klasse informiert.

Nach Abschluss des Praxistests wurde der Professor von dem Forschungsteam des Projekts ausgiebig zu seiner Erfahrung mit dem Gerät befragt. Auch die teilnehmenden Studenten mussten einen umfassenden schriftlichen Fragebogen ausfüllen, in dem die Effektivität des Systems bewertet werden sollte. Dabei stellte sich heraus, dass beide Seiten sehr positiv auf die neue Technologie reagierten. Weitere Testläufe sind bereits in Planung.

Zu schwerer Prototyp

Wie das US-Marktforschungsunternehmen Juniper Research Anfang des Jahres prognostiziert hat, sollen sich Smart Glasses à la «Google Glass» schon bis zum Jahr 2017 einer enorm weiten Verbreitung erfreuen. Im Fall der aktuellen Erfindung aus Spanien werden sich interessierte Käufer allerdings noch etwas gedulden müssen. Derzeit existiert nämlich lediglich ein einziger Prototyp des Geräts, der noch deutlich zu schwer ausfällt, um einem Professor zuzumuten, ihn während einer gesamten Lehrveranstaltung aufgesetzt zu behalten. Laut Aedo sollen künftige Versionen wesentlich leichter und kostengünstiger produziert werden können.

 

 

(tafi/pte)

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