Risiko reduzieren
Sensoranzug «SIRKA» schützt vor Überbelastung
publiziert: Freitag, 5. Sep 2014 / 09:43 Uhr / aktualisiert: Freitag, 5. Sep 2014 / 10:13 Uhr
Das Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen soll mit dem Anzug auf ein Minimum reduziert werden. (Symbolbild)
Das Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen soll mit dem Anzug auf ein Minimum reduziert werden. (Symbolbild)

Bremen - Forscher wollen einen Sensoranzug entwickeln, der vor körperlichen Überbelastungen im Beruf schützt. So soll das in den dafür bekannten Berufen erhebliche Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen auf ein Minimum reduziert werden.

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Das Projekt trägt den Namen «SIRKA», was für «Sensoranzug zur individuellen Rückmeldung körperlicher Aktivität» steht. Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 1,3 Mio. Franken gefördert. 2,26 Mio. Franken sind insgesamt veranschlagt.

Bei Schweissern und Schiffbauern

Die Idee hinter dem Vorhaben ist einfach wie effizient in der Praxis: Integrierte Miniatursensoren messen sämtliche Bewegungen seines Trägers und weisen unmittelbar auf schädigende Bewegungen hin. Den Anzug testet das Entwicklerteam um die Münsteraner Firma Budelmann Elektronik beispielhaft für den Einsatz bei Schweissern und Ausrüstern im Schiffbau und bei Rettungssanitätern.

Die Fachleute wollen den Anzug in zwei Schritten verwenden. In seiner Diagnosefunktion wird er zuerst eingesetzt, um Bewegungen detailliert aufzuzeichnen. Betriebsarzt, Physiotherapeut und Nutzer analysieren die Daten gemeinsam, um darauf basierend präventive und rehabilitative Massnahmen einzuleiten. Zum Beispiel können kritische Bewegungsmuster durch andere ersetzt oder durch den Einsatz von Hilfsmitteln vermieden werden.

Akustisches Signal warnt Anzugträger

Die Sammlung und Auswertung der Daten geschieht unter Berücksichtigung des Datenschutzes. Im zweiten Schritt hilft der Anzug bei der Umsetzung der Erkenntnisse. Er meldet etwa durch ein akustisches Warnsignal, wenn sein Träger die belastenden Bewegungen ausübt. Daraus ergibt sich für den geschulten Träger die Möglichkeit, seine Fehlhaltung zu erkennen und zu korrigieren. Für die Eigenkontrolle kann ausserdem die über den Arbeitstag akkumulierte Gesamtbelastung ermittelt werden.

(flok/pte)

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