Senkt Swisscom Roaming-Gebühren?
publiziert: Dienstag, 29. Mai 2007 / 17:57 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Mai 2007 / 18:58 Uhr

Swisscom-Chef Carsten Schloter sieht nach der Absegnung der EU-Roamingverordnung durch das Europäische Parlament in der vergangenen Woche auch für die Telekommunikationsanbieter in der Schweiz Handlungsbedarf.

Die Swisscom kann sich den Senkungen nicht entziehen, räumte Schloter ein.
Die Swisscom kann sich den Senkungen nicht entziehen, räumte Schloter ein.
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Da die Anbieter in der EU ihre Entgelte zum Teil erheblich senken müssten, werde dies wohl auch von den Schweizer Mobilfunkunternehmen verlangt, sagte Schloter im Cash-Talk im Schweizer Fernsehen. Wenn sich die Swisscom hier verweigere, werde zum Beispiel die Deutsche Telekom auf Swisscom-Konkurrenten ausweichen. Laut Schloter laufen 80 Prozent des Roamings über Partner in der EU.

Nach der neuen EU-Roamingverordnung werden die Roaming-Gebühren auf höchstens 49 Cent netto (rund 80 Rappen) je Minute für abgehende Anrufe und auf 24 Cent (ca. 40 Rappen) für angenommene Anrufe gedeckelt. Die zuständigen Fach-Minister müssen die Verordnung bei ihrem Treffen am 7. Juni noch absegnen, die Zustimmung gilt allerdings als sicher. Danach kann sie frühestens am 29. Juni im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden und dadurch in Kraft treten. Alle Mobiltelefonkunden müssen dann binnen eines Monats ein entsprechendes Angebot erhalten.

(Ralf Trautmann/teltarif.ch)

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