Samsung Wave S8500 überzeugt im Test
publiziert: Sonntag, 13. Jun 2010 / 11:41 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Jun 2010 / 17:58 Uhr
Samsung Wave S8500.
Samsung Wave S8500.

Nach einer ganzen Reihe von günstigen Brot- und Butter-Touchscreen-Handys, wie etwa die Modelle der Corby-Familie, von denen Samsung weltweit über zehn Millionen Geräte verkauft hat, möchten die Koreaner nun auch technologisch ein Statement ablegen.

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Neues Betriebssystem Bada, neue Benutzeroberfläche, neue Display-Technologie stehen bei dem neuen Smartphone-Modell Samsung Wave S8500 für neue Ansprüche des «Smartphone 2.0».

Schon zur Vorstellung des Geräts inszenierte Samsung eine eigene Show in einer Messehalle. Den Marktstart begleitet das Unternehmen nun mit einer umfangreichen Print-, TV- und Online-Offensive sowie einer «Word-of-Mouth-Campaign», bei der 500 ausgewählte Personen das Samsung Wave S8500 zum Testen erhalten.

Auch wir hatten Gelegenheit, uns das Smartphone genauer anzuschauen. Unser Praxistest zeigt, ob sich der Entwicklungsaufwand für das Samsung Wave S8500 ausgezahlt hat.

Trotz Standardzutaten eine echte Perle

Rein optisch ist das Wave erst auf dem zweiten Blick eine echte Perle, denn die Designer haben es bei den Standardzutaten grosser Touchscreen und Barren-Formfaktor belassen. Als einzig typisches Samsung-Merkmal haben die Macher dem zentralen Home-Button den derzeit angesagten Edelstein-Look in Rauteform verpasst.

Sobald man sich das Samsung Wave S8500 aber genauer ansieht, wird klar, dass der Verarbeitungsaufwand grösser ist als bei den bisherigen Smartphone-Modellen. So besteht der Korpus nahezu komplett aus Metall.

Die Besonderheit: Die Oberschale ist umlaufend, so dass an den beiden Rändern keine Zwischenräume vorhanden sind – der Begriff «Spaltmasse» ist beim Samsung Wave somit ein absolutes Fremdwort. Konsequenterweise ist auch der Akku-Deckel umlaufend eingefasst, statt wie so häufig erst am Rand abzuschliessen.

Richtig edel wird diese Bauweise vor allem durch den Bronzeton des gebürsteten Aluminiums. Unter dem Strich bietet das Samsung Wave somit optisch ein angenehm edles Understatement mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität.

Brilliantes Display

Das zweite Aha-Erlebnis ergibt sich geradezu zwangsläufig, sobald man das Wave in Betrieb nimmt, denn der Touchscreen mit der von Samsung entwickelten Super-AMOLED-Technologie ist einfach toll: Was hier an Brillanz, satter Farbintensität und Tiefschwarzwiedergabe geboten wird, ist ohne Zweifel derzeit der Massstab im Mobiltelefonbereich.

Im Zusammenspiel mit der imponierenden Auflösung von 800 mal 480 Pixel sehen Videoclips und 3D-Games auf dem Display mit 8,4 Zentimetern Bildschirmdiagonale geradezu plastisch aus.

Hinzu kommt, dass die Super-AMOLED-Technologie die bekannten OLED-Stärken optimiert. So ist der Stromverbrauch nochmals geringer, was vor allem an der verbesserten Lichtdurchlässigkeit liegt. Weiterer Vorteil dadurch: Selbst bei direktem Lichteinfall werden Reflexionen dermassen minimiert, dass ein Ablesen keine grössere Herausforderung mehr darstellt.

Aber auch optisch hat die Super-AMOLED-Technologie Vorteile. Da das AMOLED-Panel nun direkt auf dem Glas liegt, ist eine noch flachere Gestaltung möglich. Dadurch vermittelt das Display zudem einen schicken, rahmenlosen Look.

Mässige Kamera

Die integrierte Kamera ermöglicht zwar «nur» eine 5-Megapixel-Auflösung, doch laut Samsung war das ein bewusster Schritt. Mittlerweile dürfte es sich nämlich herumgesprochen haben, dass eine hohe Megapixelzahl zwar immer für eine Schlagzeile gut ist, aber allein nicht für eine gute Bildqualität bürgt. Die Krux ist: Klein und scharf passt nicht zusammen.

Ein Testfoto bei Tageslicht zeigt dann auch: Unterstützt durch Autofokus und eine ganze Garde an Konfigurationsmöglichkeiten knipst die Kamera des knapp 11 Millimeter flachen Handys im Automatikmodus zwar farbenreiche, farbtreue und durchaus Fotoalbum-taugliche Schnappschüsse. Wer die Aufnahme jedoch auf die tatsächliche Pixelzahl vergrössert, erkennt schnell, dass es den Aufnahmen an Schärfe fehlt und in hellen Bereichen kaum Details zu erkennen sind.

Vergleichsweise stark ist die Performance im Camcorder-Modus, denn hier sind Clips im HD-Format möglich (maximal 1280 mal 720 Pixel). Zumindest auf dem Display des Wave sind die Videos ein beeindruckender Hingucker.

Üppige Ausstattung

Ansonsten ist die Ausstattung in allen Bereichen üppig: WLAN n und HSPA für den Internetzugriff mit schnelleren Datenübertragungen, E-Mail-Push über Exchange ActiveSync, ein A-GPS-Empfänger plus Testversion für den kostenpflichtigen Route-66-Routenplaner, ein UKW-Radio, 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für handelsübliche Kopfhörer und Bluetooth 3.0 mit Stereo-Streaming (A2DP), ein digitaler Kompass sowie allerlei Apps und Widgets.

Der interne Speicher fasste beim Testgerät 2 GB, wobei auch Versionen mit bis zu 8 GB angekündigt waren. Auf jeden Fall kann jedoch per microSD-Speicherkarte der Speicher um bis zu 32 GB erweitert werden. Fehlt irgendetwas? Ja, Business-Anwendungen wie Office Mobile sowie Sprachwahl und -steuerung.

Wesentlich günstiger als vergleichbare Smartphones

Samsung hat sich viel vorgenommen und seine Versprechen auch in bravouröser Manier eingelöst. Das Samsung Wave S8500 ist ganz klar das bislang beste Smartphone der emsigen Koreaner und kann mit hochkarätigen Konkurrenzmodellen aus dem Hause Apple oder HTC mithalten. Einziger Schwachpunkte des Waves ist die bislang sehr geringe Zahl an verfügbaren Apps.

Highlights des Geräts sind dagegen das Super-AMOLED-Display, die WLAN-n-Unterstützung und die Bluetooth-3.0-Schnittstelle. Dazu kommt: Das Samsung Wave S8500 ist günstiger als etwa das HTC Legend oder das HTC Desire. Derzeit ist das Samsung Wave S8500 für Kaufpreise ab etwa 450 Franken ohne Vertrag erhältlich.

(Ulf Schneider/Björn Brodersen/Kai Petzke/teltarif.ch)

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