Robonaut: Heute zur ISS, in drei Jahren zum Mond
publiziert: Donnerstag, 4. Nov 2010 / 16:10 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Nov 2010 / 20:28 Uhr

Houston - Heute Donnerstag ist der letzte Start der Raumfähre Discovery geplant, die dabei erstmals einen humanoiden Roboter in den Weltraum bringen soll. Die menschliche Crew an Bord der internationalen Raumstation ISS bekommt Unterstützung vom «Robonaut 2» (R2).

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Das Modell ohne Unterkörper soll dabei einen kleinen Schritt für den Einsatz solch menschenähnlicher Roboter in der Raumfahrt bilden. Denn als nächsten grossen Sprung verfolgen NASA-Ingenieure mit «Project M» das ambitionierte Ziel, innerhalb von nur 1.000 Tagen einen humanoiden Roboter zum Mond zu schicken.

Beine für den Mond

Im Februar haben die NASA und General Motors den geschickten Robonaut 2 vorgestellt, der es inzwischen zu Twitter-Ruhm gebracht hat und nun zur ISS aufbricht. Die Technologie des R2 bildet aber auch die Basis für jenen Roboter, die NASA-Mitarbeitern im Rahmen von Project M vorschweben. Da sich ein humanoider Roboter auf dem Mond im Gegensatz zur ISS gehend fortbewegen müsste, sollen dabei auch Roboterbeine entstehen. Diese können die gleichen elektromechanischen Gelenke nutzen, die den R2 so geschickt machen, so die Idee.

Damit der Roboter in der geringen Schwerkraft des Mondes - sie beträgt nur ein Sechstel der irdischen - sinnvoll gehen kann, will man spezielle Steueralgorithmen entwickeln. Das grösste Hindernis für Project M ist die Finanzierung, wovon sich Verfechter des Projekts aber nicht beirren lassen. «Wir schaffen unmögliche Dinge mit sehr wenig Geld», so Stephen J. Altemus, Leitender Ingenieur am Johnson Space Center, gegenüber der New York Times. Nicht zuletzt dank Tauschgeschäfte mit Unternehmen waren zumindest erste Planungen und Tests möglich.

So nah und doch so fern

Die Idee des Project M wurde bereits im Herbst 2009 geboren. Ziel ist es, nötige Technologien für die Roboter-Mondlandung zusammenzuführen. Das umfasst neben dem Roboter selbst beispielsweise die Antriebstechnologie und Software zur sicheren autonomen Landung eines Raumfahrzeugs. Damit das Projekt auch als Inspiration dient, wurde bewusst ein kurzer Zeitrahmen gewählt. 1.000 Tage sind weniger als die Dauer eines Studiums, sodass Studenten den gesamten Verlauf miterleben könnten. Zudem glauben die Projektbefürworter, dass eine derart schnelle Umsetzung als Technologiedemonstration möglich wäre.

Zu Jahresbeginn hatte Präsident Barack Obama der bemannten US-Rückkehr zum Mond eine Budget-Abfuhr erteilt. Zwar wäre es ungleich billiger, einen humanoiden Roboter zum Erdtrabanten zu schicken. Dennoch ist fraglich, ob die bisherige Arbeit an Project M in einer Robotor-Mondlandung gipfeln wird - im Moment fehlen offenbar die finanziellen Mittel. Eine Chance für die NASA-Ingenieure wäre, an dem amerikanischen Nationalstolz zu appellieren. Immerhin geht es darum, Japan zuvor zu kommen. Dort ist das Zeitziel für einen humanoiden Roboter am Mond 2015.

(bert/pte)

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