Rekordverlust bei France Télécom
publiziert: Dienstag, 25. Feb 2003 / 19:10 Uhr

Der hochverschuldete französische Telekom-Konzern France Télécom erwartet nach Presseberichten für 2002 einen Rekord-Verlust von etwa 20 Milliarden Euro (CHF 29,2 Mrd). Dieser Verlust liegt noch beträchtlich über dem Minus des Vorjahres von 8,3 Milliarden Euro (CHF 12,1 Mrd.).

France Télécom.
France Télécom.
Bei der heutigen Hauptversammlung stimmten die Aktionäre einer Kapitalerhöhung von maximal 30 Milliarden Euro zu. Gleichzeitig billigten sie den Entschuldungsplan für den deutschen Mobilfunkbetreiber MobilCom, an dem France Télécom 28,5 Prozent der Anteile hält.

Der erwartete Verlust für 2002 wurde nach Angaben der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos" in erster Linie durch Abschreibungen zuvor teuer eingekaufter Beteiligungen verursacht, wie die der Filiale Equant und des italienischen Mobilfunk-Betreibers Wind. Bereits im Vorjahr hatte France Télécom überteuerte Zukäufe während der Hausse-Phase mit dem Rekordbetrag von 10,2 Milliarden Euro abschreiben müssen.

Das operative Ergebnis konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert werden. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) habe 2002 knapp unter 15 Milliarden Euro gelegen nach 12,3 Milliarden Euro im Vorjahr, teilte der Konzern auf der Hauptversammlung mit. Bis 2005 solle das EBITDA auf über 20 Milliarden Euro steigen. Am 15. März legt der mit 68 Milliarden Schulden belastete Konzern seine Geschäftszahlen vor.

Die Aktien des Unternehmens wurde zum Börsenschluss in Paris bei 19,27 Euro notiert, das sind 7,53 Prozent unter dem Vortagesstand. Der Staat hält einen Anteil von knapp 55 Prozent an France Télécom. Vorstandschef Thierry Breton will den Schuldenberg bis 2005 um etwa 30 Milliarden Euro reduzieren und in den nächsten drei Jahren 22 000 Stellen streichen.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
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