Rekordbusse gegen Swisscom aufgehoben
publiziert: Dienstag, 9. Mrz 2010 / 13:29 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Mrz 2010 / 15:13 Uhr
Gemäss dem Urteil hat die Swisscom bei der Übernahme fremder Anrufe auf ihr Handynetz keinen Preismissbrauch betrieben.
Gemäss dem Urteil hat die Swisscom bei der Übernahme fremder Anrufe auf ihr Handynetz keinen Preismissbrauch betrieben.

Bern - Das Bundesverwaltungsgericht hat die von der Weko verhängte Rekordbusse gegen die Swisscom über 333 Mio. Fr. aufgehoben. Gemäss dem Urteil hat die Swisscom bei der Übernahme fremder Anrufe auf ihr Handynetz keine Preisausbeutung betrieben.

6 Meldungen im Zusammenhang
Die Wettbewerbskommission (Weko) war 2007 zum Schluss gekommen, dass die Swisscom von April 2004 bis Mai 2005 von Konkurrenten überhöhte Gebühren (33,5 Rp./Min.) für die Einspeisung von Anrufen aus deren Netz auf das Swisscom-Mobilfunknetz verlangt habe.

Nach Ansicht der Wettbewerbshüter hatte Swisscom dabei ihre marktbeherrschende Stellung gegenüber den Konkurrenten Orange und Sunrise missbraucht, um die unangemessenen Terminierungspreise zu erzwingen. Die Weko verhängte deshalb gegen die Swisscom die kartellrechtliche Rekordbusse über 333.37 Millionen Franken.

Die Swisscom gelangte gegen das harte Verdikt ans Bundesverwaltungsgericht, das ihre Beschwerde nun teilweise gutgeheissen und die von der Weko verhängte Sanktion aufgehoben hat. Das Urteil kann innert 30 Tagen noch ans Bundesgericht in Lausanne weitergezogen werden.

Zu Recht als marktbeherrschend betrachtet

Nach Ansicht der Berner Richter ist die Swisscom im fraglichen Markt von der Weko zwar zu Recht als marktbeherrschend betrachtet worden. Indessen könne der Swisscom nicht vorgeworfen werden, die hohen Preise gegenüber der Konkurrenz «erzwungen» zu haben, wie dies das Kartellgesetz für die erhobene Busse verlange.

Die anderen Telekommunikationsanbieter, vorab Orange und Sunrise, hätten nämlich laut dem Urteil gegen eine unzumutbare Preisofferte der Swisscom die eidg. Kommunikationskommission (ComCom) anrufen können. Diese hätte dann im Interkonnektionsverfahren die Preise amtlich festgesetzt.

Diese «fernmelde-regulatorische» Rahmenordnung zerstöre jegliches «kartellrechtliche Erzwingungspotential» der Swisscom. Auf eine Anrufung der ComCom hätten die betroffenen Fernmeldedienstanbieter indessen verzichtet, weil ein gemeinsames Interesse an hohen Terminierungspreisen bestanden habe.

(tri/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese egadgets.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Wettbewerbshüter zeigen ... mehr lesen 1
Die Wettbewerbskommission (Weko) hat den Deal von Orange und Sunrise untersagt. (Symbolbild)
Hat die Swisscom ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht?
Bern - Nachdem das Bundesverwaltungsgericht eine Rekordbusse gegen die Swisscom aufgehoben hat, zieht die Wettbewerbskommission (WEKO) den Entscheid an das Bundesgericht weiter. Wie ... mehr lesen
Bern - Die Swisscom wird erneut zu ... mehr lesen
Swisscom bei Mietleitungen zu teuer.
Weko-Chef Walter Stoffel will die Swisscom unter die Lupe nehmen.
Die Swisscom hat nach Ansicht der ... mehr lesen
220 Millionen Franken Busse soll die Swisscom wegen ihres Verstosses gegen das ... mehr lesen
Hat die Swisscom den Kunden zu viel für ADSL berechnet?
Weitere Artikel im Zusammenhang
Das Swisscom-Hochhaus beim Escher-Wyss-Platz in Zürich: Die Weko verhängte gegen die Swisscom eine Busse in der Höhe von 220 Mio. Franken.
Bern - Die Swisscom ist von der ... mehr lesen
Die professionelle SMS-Businesslösung
aspsms.com
Katharinengasse 10
9000 St. Gallen
Verkaufen Sie uns Ihr Handy, Tablet oder iPod
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Zur Zeit nehmen 32 Länder an SEPA teil.
Zur Zeit nehmen 32 Länder an SEPA teil.
SEPA  Als SEPA-Überweisung wird eine Euro-Zahlung bedeutend einfacher, transparenter, sicherer, schneller und preiswerter ausgeführt. mehr lesen 
Bestenliste 2018  Analog zur Bestenliste im Rahmen der «Best of Swiss Web Awards» gibt es auch für «Best of Swiss Apps» eine Rangliste der Anbieter mit den meisten Punkten. Diese jährlich veröffentlichte ausführliche Darstellung der Schweizer Apps-Branche basiert auf dem Medaillenspiegel aller «Best of Swiss Apps»-Editionen. Die Bestenlisten von 'Best of Swiss Apps' und 'Best of Swiss Web' stehen jeweils für sich. mehr lesen  
Neue Domainendung am Start  Wir bieten wunderbare neue Möglichkeiten für innovative Startups und etablierte Applikationsanbieter ... mehr lesen  
.app Domains jetzt registrieren
Wenn Sie noch nicht damit begonnen haben, die Handy-Nummern Ihrer Kunden zu sammeln, sollten jetzt damit anfangen.
Die SMS ist tot. Lang lebe die SMS  Vielleicht denken Sie, dass SMS bereits verschwunden sei, da die meisten Leute mit Whatsapp, Facebook Messenger, LINE, Signal, Threema oder einer von hunderten weiteren ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 3°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel 4°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt sonnig
St. Gallen 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Bern 4°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Luzern 3°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf 5°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 8°C 8°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten