Project Blackbox - das Datencenter zum Mitnehmen
publiziert: Dienstag, 19. Jun 2007 / 08:27 Uhr

Wien - Unter dem Namen «Project Blackbox» hat Sun Microsystems ein mobiles Datacenter entwickelt, das in einen Frachtcontainer integriert ist. «Wir haben die Blackbox speziell an die Bedürfnisse unserer Kunden angepasst.

Die Blackbox auf einer Ölplattform: Alle Berechnungen könnten nun vor Ort durchgeführt werden.
Die Blackbox auf einer Ölplattform: Alle Berechnungen könnten nun vor Ort durchgeführt werden.
Die Kunden stehen oft vor dem Problem, dass sie nicht ausreichend Platz für neue Infrastruktur zur Verfügung haben und sich zudem mit Energie- und Kühlungsfragen beschäftigen müssen», erläutert Dario Wiser, Sun-Microsystems-Manager, Product Marketing South and East EMEA.

Die Blackbox von Sun wird einfach aufgestellt, angeschlossen und ist sofort einsatzbereit. Dabei benötigt sie ein Minimum an Energie und bietet maximale Auslastung des vorhandenen Raumes, so Wiser.

Kühlung, Überwachung und Energieversorgung

Das System bietet Computer-, Speicher- sowie Netzwerkinfrastruktur in Form von modularen Einheiten. Die Blackbox ist mit Kühlungs-, Überwachungs- und Energieversorgungssystemen ausgestattet und kann je nach Kundenwunsch mit Standardkomponenten oder individuell angepasste Hard- und Software geliefert werden.

«Aktuelle Kernaufgabe der IT-Manager ist es, die Aufwendungen und Kosten für den IT-Einsatz zu reduzieren und somit Ressourcen für die eigentliche Kompetenz des Unternehmens freizusetzen», sagt Wiser.

Zu den bislang bei der Serverauswahl wichtigen Kriterien wie Preis, Applikationen oder Perfomance kommt nun die grosse Frage der Effizienz eines Systems, in der Sun-Terminologie «SWaP» (Space, Watts and Performance) genannt. Die Blackbox entspreche genau diesen Anforderungen.

Der Kunde Ölplattform

«Die Blackbox richte sich vorwiegend an jene Kunden, die mit Platzproblemen zu kämpfen haben oder mobil sein müssen», führt Alexander Jenewein, Sun-Verantwortlicher für Systems Practice.

Beispiel dafür ist eine Ölplattform, wo die anfallenden Daten derzeit auf Bänder gespeichert und am Festland berechnet und ausgewertet werden. Die Ergebnisse werden schliesslich wiederum auf die Plattform zurück gebracht.

Der dabei notwendige Transportweg kann beim Einsatz einer Blackbox auf der Ölplattform eingespart werden, da alle Berechnungen nun vor Ort durchgeführt werden. Weitere Zielgruppen finden sich im Telekom-Sektor, beim Militär sowie bei Hilfsorganisationen im Katastrophenmanagement vor Ort.

Über 1,5 Petabyte Kapazität

Eine Blackbox fasst bis zu 250 Sun Fire Server, mehr als 1,5 Petabyte an Festplatten-Kapazität und sieben Terabyte Arbeitsspeicher. Damit könnte eine Blackbox laut Sun Unterstützung für bis zu 10.000 Desktop-Nutzer zugleich bieten. Durch die Integration in einen Standard-Container ist sie einfach zu transportieren.

Die Hardware übersteht einen Fall aus einer Höhe von 15 Zentimetern schadlos und hält sogar einem Erdbeben der Stärke 6,7 auf der Richterskala stand. Einzige Voraussetzung für den Betrieb egal ob auf hoher See oder in der Wüste ist eine vorhandene Strom- sowie Wasserquelle, der Internetanschluss kann über Satelliten erfolgen.

Das komplett bestückte und vorkonfigurierte System ist für maximale Rechendichte, Performance und Auslastung ausgelegt und vollständig recyclebar.

Die Blackbox zählt in dieser Konfiguration zu den 200 schnellsten Hochleistungsrechnern der Welt, so Sun. Das mobile Datacenter kann ab Juli 2007 bestellt werden. Zu Preisen konnte Sun noch keine Angaben, die Kosten richten sich in jedem Fall nach der IT-Ausstattung.

(dl/pte)

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