ProSiebenSat.1 legt kräftig zu
publiziert: Donnerstag, 22. Feb 2007 / 11:02 Uhr

München - Nach einem Rekordgewinn 2006 will Deutschlands grösster TV-Konzern ProSiebenSat.1 auch seinen neuen Besitzern Freude machen. Ziel sei es, 2007 schneller zu wachsen als der Markt und auch den Gewinn weiter zu steigern, sagte ProSiebenSat.1-Chef Guillaume de Posch.

Guillaume de Posch will noch keine konkrete Prognose für das laufende Jahr abgeben.
Guillaume de Posch will noch keine konkrete Prognose für das laufende Jahr abgeben.
«Unsere Sender haben viele neue Formate, die im Frühjahr an den Start gehen», sagte de Posch.

Um sich dennoch unabhängiger vom TV-Werbemarkt zu machen, will der Konzern seine Randaktivitäten weiter ausbauen. Dazu übernahm ProSiebenSat.1 jetzt die zweitgrösste deutsche Internet-Preissuchmaschine www.billiger.de.

Ende 2006 war ProSiebenSat.1 für drei Mrd. Euro von den Finanzinvestoren KKR und Permira übernommen worden.

«Sehr erfolgreiches Geschäftsjahr»

Das Vorsteuerergebnis stieg im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf umgerechnet rund 630 Millionen Franken. Der Umsatz legte um knapp sechs Prozent auf umgerechnet rund 3,4 Milliarden Franken zu.

«2006 war ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr», sagte de Posch. Auch strategisch sei der Konzern vorangekommen.

ProSiebenSat.1 habe zahlreiche neue Angebote gestartet. «Bei Call-TV, Mobile-TV und Video-on-demand sind wir inzwischen schon der grösste Anbieter in Deutschland.»

Weniger Zuschauer

Bei den Zuschauer-Marktanteilen mussten die Sender der Gruppe (ProSieben, Sat.1, Kabel 1, N24, 9Live) im vergangen Jahr Einbussen hinnehmen und kamen in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen auf 29,4 Prozent (Vorjahr: 30,3 Prozent).

Der Konzern begründete dies vor allem mit Grossereignissen wie der Fussball-WM, die bei den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen waren. Rückgänge musste vor allem ProSieben hinnehmen, lange der Vorzeige-Sender der Gruppe. Die ProSieben-Erlöse sanken im vergangenen Jahr um 2 Prozent.

Mit einer konkreten Prognose für das laufende Jahr hielt sich de Posch zurück. Das Kerngeschäft solle durch eine Reihe neuer Programme gestärkt werden. Gleichzeitig sollten die neuen Geschäftsfelder ausgebaut werden.

(rr/sda)

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